| 18.06.2014, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die russische Staatsduma hat am Montag in erster Lesung einen Gesetzentwurf verabschiedet, der eine deutliche Einschränkung des Verkaufs von alkoholischen Getränken in PET-Gebinden vorsieht. Demnach soll ab dem 1. Januar 2016 der Verkauf von Getränken mit mehr als 4% Alkoholgehalt in Plastikflaschen komplett verboten werden. Zudem sollen Getränke mit weniger als 4% Alkoholgehalt nur noch in PET-Flaschen bis 0,5 Liter Inhalt verkauft werden dürfen. Im Falle einer endgültigen Verabschiedung der Gesetzesänderung sind bereits im kommenden Jahr erste Einschränkungen geplant. So wäre schon ab dem 1. Januar 2015 der Verkauf von Getränken mit mehr als 6% Alkoholgehalt nur noch in Plastikflaschen mit max. 1,5 Liter Inhalt erlaubt. Ab dem 1. Juni 2015 soll dann der Verkauf von Getränken mit mehr als 5% Alkoholgehalt in Plastikflaschen über 1 Liter verboten werden. Die Neuregelung trifft in erster Linie die Bierproduzenten, wird doch in Russland Bier in großem Maße in PET-Gebinden ab 1 Liter verkauft. Nach Schätzungen von Branchenexperten entfallen derzeit etwa 50% des Bierabsatzes im Einzelhandel auf Plastikflaschen. Der Anteil der Bierbranche am russischen Markt für PET-Verpackungen liegt bei etwa 30%. Fachleute befürchten laut aktuellen Medienberichten durch das PET-Flaschen-Verbot nun einen Einbruch des Bierabsatzes um bis zu 18% und Umsatzverluste für die Brauereien in Höhe von insgesamt bis zu 12 Mrd. RUB (255 Mio. EUR). Der Verkauf von gezapftem Bier in Plastikbechern ist von den vorgesehenen Einschränkungen allerdings nicht betroffen. Bereits seit Längerem wurde in Russland über Einschränkungen des Verkaufs von Bier in PET-Gebinden diskutiert. Für ein entsprechendes Verbot hatte sich dabei vor allem von die für den Alkoholmarkt zuständige Behörde RosAlkogolRegulirovanye (RAR) ausgesprochen, während eine solche Regelung von Plastikflaschenherstellern und Bierproduzenten sowie bisher auch von der russischen Wettbewerbsbehörde FAS abgelehnt wurde. Die russischen Bierproduzenten hatten im vergangenen Jahr versucht, mit einem freiwilligen Verzicht auf den Verkauf von Bier in PET-Gebinden mit mehr als 2,5 Liter Inhalt ab dem 1. Januar 2014 weitergehende Beschränkungen in diesem Bereich zu verhindern. Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Russland
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