| 02.09.2014, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Am 1. September 2014 hat in Damme, Landkreis Vechta, die Boge Elastmetall GmbH ihr operatives Geschäft aufgenommen. Die neu gegründete Gesellschaft umfasst die Aktivitäten der drei deutschen Standorte Damme, Bonn und Simmern des bisherigen Geschäftsfeldes "Gummi & Kunststoff" der ZF Friedrichshafen AG. Dieses Geschäftsfeld wurde von der ZF Friedrichshafen AG an das chinesische Unternehmen TMT (Zhuzhou Times New Material Technology) veräußert (siehe auch plasticker-News vom 12.12.2013). Hauptaktionär von TMT ist der CSR-Konzern (China South Locomotive & Rolling Stock), ein global tätiger Hersteller für Bahntechnik. Weltweit umfasst der Transaktionsprozess neun Standorte auf vier Kontinenten, die 2013 mit ca. 3.500 Mitarbeitern, davon 1.800 in Deutschland, einen Jahresumsatz von rund 750 Millionen Euro erwirtschafteten. Ziel von TMT ist es, als technologisch führender Autozulieferer auch in Zukunft im Markt als Unternehmen mit Stammsitz in Deutschland wahrgenommen zu werden. Der neue Eigentümer will die akquirierten Gesellschaften als Plattform für weitere internationale Aktivitäten nutzen und das Geschäft mit Gummi-Metallkomponenten und technischen Kunststoff-Artikeln für die Automobilbranche weiter ausbauen. Umfangreiche Investitionszusagen sollen diese aktive Wachstumsstrategie stützen. So sei für 2015 ein globales Investitionsvolumen von über 30 Mio. Euro geplant. Dachmarke "Boge Rubber & Plastics" Für den künftigen globalen Auftritt wurde die Marke "Boge Rubber & Plastics" geschaffen. Sie bildet das gemeinsame Dach über die weltweiten Aktivitäten. Unmittelbar nach der Transaktion will die Muttergesellschaft TMT ihre bisherigen Automobil-Aktivitäten in China in die "Boge Rubber & Plastics"-Marke einbringen. Die Führungsgesellschaft aller daraus entstehenden weltweiten Aktivitäten wird die "CSR New Material Technologies GmbH", die eigens dazu gegründet wurde. Auch sie hat ihren Sitz in Damme. Die Kontinuität für die Geschäftspartner sei gewährt, da alle bisherigen Standorte sowie die erfolgsentscheidenden organisatorischen Strukturen erhalten bleiben. Auch für die Beschäftigten soll sich nur wenig ändern. Die Mitarbeitenden wechseln im Rahmen eines sogenannten Betriebsüberganges von ZF in die neuen Gesellschaften. Die Arbeitsverträge und ihre erworbenen Ansprüche (wie etwa Altersversorgung) gelten weiter. Zusätzlich sei ein Kündigungsschutz – für Deutschland bis 2018 – vertraglich vereinbart. Bisher durch die ZF Friedrichshafen AG bereitgestellte Serviceleistungen sollen nach einer kurzen Übergangzeit durch die neuen Gesellschaften selbst erbracht werden. Hierzu wurden seit Frühjahr 2014 neue Mitarbeiter eingestellt. Rund 40 neue Arbeitsplätze seien so bereits am Standort Damme entstanden. Weitere 20 sollen noch folgen. Optimistisch blickt der designierte Vorsitzende der Geschäftsführung, Dr. Torsten Bremer, in die Zukunft und nennt entscheidende Erfolgsfaktoren, um im internationalen Automobilgeschäft weiter erfolgreich bestehen und expandieren zu können: "Wir verbinden die große Tradition von zwei führenden Marken für Schwingungsisolierung und Dämpfung, unser Werkstoff-Knowhow ist mehrfach international für seine Innovationen ausgezeichnet worden, und wir sind auf allen Kontinenten und Automobilmärkten präsent. Zudem haben wir hochqualifiziertes und motiviertes Personal, das ein entscheidender Faktor sein wird, um unsere Wachstumsstrategie als strategischer Kernbereich in der TMT erfolgreich umzusetzen." Weitere Informationen: www.boge-rubber-plastics.com, www.zf.com |
ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
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