| 06.10.2014, 13:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Wirtschaftsleistung des Euroraums dürfte im vierten Quartal nur moderat um 0,2 Prozent gegen das Vorquartal steigen. Auch im abgelaufenen dritten Quartal gehen drei Forschungsinstitute aus Deutschland, Frankreich und Italien (ifo, INSEE, ISTAT) nur von einer Zunahme um 0,2 Prozent aus. Die geopolitischen Unwägbarkeiten belasten weiterhin das Vertrauen der Wirtschaftsakteure. Für das Gesamtjahr 2014 ist ein Wachstum von 0,8 Prozent zu erwarten. Erst im ersten Quartal 2015 ist mit einer leichten Beschleunigung des Wachstums auf 0,3 Prozent gegen das Vorquartal zu rechnen. Die Erholung wird wohl vor allem von einem graduellen Anstieg der Binnennachfrage getragen sein. Die privaten Investitionen dürften sowohl durch den Anstieg der Produktion als auch durch zunehmende Erweiterungsinvestitionen belebt werden, die aufgrund der Finanzkrise aufgeschoben worden waren. Im Gegensatz dazu dürfte sich der private Konsum nur schwach entwickeln, da die Arbeitslosigkeit lediglich langsam sinkt. Unter der Annahme, dass der Ölpreis im Prognosezeitraum um 97 Dollar pro Fass und der Wechselkurs um 1,28 Dollar je Euro schwanken werden, wird die Inflationsrate in den kommenden zwei Quartalen nur leicht zulegen und weiterhin unter dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von 2 Prozent verharren. Risiken bestehen in einer schwächeren Belebung der Investitionstätigkeit sowie in einem Anstieg der privaten Sparquote. Auch könnte die Nachfrage aus den Schwellenländern geringer ausfallen und die geopolitischen Konflikte stärker belasten. Weitere Informationen: www.ifo.de |
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München
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