| 07.10.2014, 06:45 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der deutsche Hersteller von Modelleisenbahnen Märklin hat seinen Fertigungsstandort im nordwestungarischen Győr erweitert. Pressemeldungen zufolge wurde dabei in rund neun Monaten Bauzeit eine neue Produktionshalle mit einer Fläche von über 6.100 qm errichtet. Im Zuge der Werkserweiterung, deren Investitionsaufwand das Unternehmen mit 9,4 Mio. EUR bezifferte, wurden die verschiedenen Produktionseinheiten neu strukturiert und aufgeteilt: Der Standort umfasst nun eine moderne Kunststoff-Spritzgießerei, eine Abteilung zur Oberflächenbehandlung und eine Montageabteilung, wo ab sofort in bis zu drei Schichten gearbeitet wird. Die Metallverarbeitung bleibt wie bisher am Stammsitz des Unternehmens in Göppingen. Mit der Erweiterung der Kapazitäten in Győr kann Märklin künftig sämtliche Spurweiten in den eigenen Werken in Deutschland und Ungarn produzieren: "Um unsere Lieferfähigkeit und das hohe Qualitätslevel garantieren zu können, ist eine Rückverlagerung von Modellen aller Spurweiten in unsere eigenen Werke nach Europa unverzichtbar", erklärte Florian Sieber, geschäftsführender Gesellschafter von Märklin, während der feierlichen Eröffnung der neuen Produktionshalle am ungarischen Fertigungsstandort. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit unseren Investitionen den Wirtschaftsraum Europa und im Speziellen den Standort Győr stärken können." Mit dem Werksausbau sind im ungarischen Werk mindestens 50 neue Arbeitsplätze entstanden. Damit beschäftigt Märklin inzwischen rund 650 Mitarbeiter in Győr, die meisten von ihnen sind Frauen. "In unserer Produktion sind Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand gefragt, das können Frauen in der Regel besser als Männer", erklärte Gábor Kovács, Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Märklin Hungaria. Dass bei seinem Unternehmen vor allem Frauen beschäftigt werden, sei ein wichtiger sozialer Aspekt für die Menschen in der Region Győr, in der mehrere große Firmen der Autoindustrie angesiedelt sind, die aber in erster Linie Männern Arbeitsplätze bieten. Die neue Produktionshalle wurde auf dem Nachbargrundstück des bereits bestehenden Standortes errichtet, das Grundstück hatte Märklin im Jahr 2010 zu diesem Zweck erworben. Die in Győr ansässige Baufirma Mikolasek hat das Projekt realisiert und die technischen Anforderungen, beispielsweise bei der Belüftungstechnik oder dem speziellen Kühlsystem für die Spritzgießerei, nach neuestem Stand umgesetzt. Die 1859 gegründete Märklin ist nach eigenen Angaben Marktführer im Modellbahnbereich. Unter dem Dach der Firmengruppe befinden sich die drei Modelleisenbahnmarken Märklin, TRIX und Lehmann-Gartenbahn (LGB). Das Unternehmen beschäftigt im Stammwerk Göppingen und in Győr derzeit insgesamt knapp 1.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen: www.maerklin.de Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Ungarn
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