| 13.08.2015, 12:08 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Borealis meldet für das zweite Quartal 2015 einen Nettogewinn von 351 Millionen Euro im Vergleich zu 143 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Jahres 2014. Das starke Ergebnis spiegelt die Verbesserungen in allen drei Profit Centers von Borealis wider, insbesondere im Polyolefinsegment. Die Nettoverschuldung ging im zweiten Quartal aufgrund der soliden Geschäftsperformance um 69 Millionen Euro zurück. Borealis sieht sich mit einer Verschuldungsquote von 31 % zum Ende des zweiten Quartals finanziell noch stärker aufgestellt als zuvor. Im zweiten Quartal 2015 seien in der Polyolefinbranche starke Margen zu verzeichnen. Trotz geringerer Rohstoffkosten gaben die Polyolefinpreise in einem angespannten Marktumfeld nicht nach. Dies sei vor allem auf eine solide Nachfrage sowie auf verschiedene Versorgungsengpässe zurückzuführen gewesen. Darüber hinaus seien die Polyolefinimporte nach Europa aufgrund des schwachen Euros nicht wettbewerbsfähig gewesene. Allerdings bewirkten die fallenden Monomerpreise im ersten Quartal 2015 umfassende negative Lagereffekte für die Polyolefinproduzenten. Borouge 3 Borouge, Borealis’ Joint Venture mit der Abu Dhabi National Oil Company in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, setzt die erfolgreiche Inbetriebnahme des Megaprojekts Borouge 3 fort. Im April wurde die Anlage für Low Density Polyethylen (LD1) ohne Probleme gestartet. Damit laufen inzwischen alle fünf Polyolefinanlagen wie geplant. Nur die Inbetriebnahme der Anlage für Cross Linked Polyethylen (XLPE) steht noch bevor. Diese soll gegen Ende 2015 erfolgen und wird die Startup-Phase des Borouge 3-Megaprojekts abschließen. Borouge 3 wird bei vollem Betrieb eine zusätzliche Produktionskapazität von 2,5 Millionen Tonnen liefern und damit die Gesamtkapazität von Borouge auf 4,5 Millionen Tonnen ausbauen. Dadurch soll Borouge zum größten integrierten Polyolefinkomplex der Welt. werden Borealis und Borouge werden dann gemeinsam über eine Polyolefinkapazität von rund 8 Millionen Tonnen verfügen. Investitionen in Europa Im Juli kündigte Borealis eine Investition in der Höhe von EUR 160 Millionen in seinen Produktionsstandort in Stenungsund, Schweden, an. Die Investition umfasst die Erneuerung und Umgestaltung von vier Cracker-Öfen, die nach Fertigstellung den derzeit höchsten Standards in den Bereichen Anlagensicherheit und Energieeffizienz entsprechen sollen. Das Stenungsund-Programm soll Ende 2016 starten und bis 2020 abgeschlossen werden. Perspektive "Das Rekordergebnis im zweiten Quartal wurde von äußerst günstigen Bedingungen auf dem Polyolefinmarkt gestützt", erklärt Mark Garrett, Borealis Vorstandsvorsitzender. "Während wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sind, hatten wir im zweiten Quartal allerdings auch mit einer Reihe von Produktionsunterbrechungen zu kämpfen. Aus diesem Grund bleibt "Operational Excellence" weiterhin ein zentrales Ziel des Unternehmens. Trotz eines generell schwächeren Preisumfelds im Vergleich zum Jahr 2014 bietet das Jahr 2015 Margen im Polyolefinsegment, wie wir sie seit 2007 nicht mehr erlebt haben. Borealis ist gut aufgestellt, um diese Chance zu nutzen, da wir unsere Anlagenbasis in Europa ausgebaut haben und durch die Borouge-Erweiterungen in den vergangenen Jahren maßgeblich gewachsen sind." Weitere Informationen: www.borealisgroup.com, www.borouge.com |
Borealis AG, Wien, Österreich
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