| 02.11.2016, 13:34 Uhr | Lesedauer: ca. 5 Minuten |
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Arburg präsentierte auf der K 2016 mit insgesamt mehr als 400 Mitarbeitern und Handelspartnern aus 53 Ländern zwölf Exponate auf dem eigenen Messestand, weitere 15 konnten die Fachbesucher auf Partnerständen sehen. Publikumsmagnet sei der neue hybride Allrounder 1120 H gewesen – mit 6.500 kN Schließkraft die nun größte Arburg-Spritzgießmaschine. "Unsere Großmaschine läutet die nächste Allrounder-Generation ein. Die Resonanz darauf war überwältigend; wir sind äußerst zufrieden", resümiert Michael Hehl, geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung bei Arburg.Trendthema Industrie 4.0 Industrie 4.0 war auf der K 2016 in aller Munde. Technikgeschäftsführer Heinz Gaub erklärt das Besondere des Arburg-Exponats zu diesem Trendthema: "Am Beispiel eines ‚smarten‘ Kofferanhängers haben wir das Potenzial für die räumlich verteilte Fertigung und Individualisierung von Serienteilen in Losgröße 1 demonstriert. Dazu wurde eine Allrounder-Spritzgießmaschine mit einem Freeformer für die industrielle additive Fertigung kombiniert und das Produkt kundenspezifisch individualisiert." ![]() Zum Thema Industrie 4.0 präsentierte Arburg auf der K 2016 die räumlich verteilte Produktion „smarter“ Kofferanhänger. Erste Station war ein vertikaler Allrounder 375 V mit mobiler Roboterzelle. Als Beispiel für "Smart Service" wurde auf einem hydraulischen Allrounder 270 S das neue Fernwartungs-Tool vorgestellt, das einen schnellen, effizienten und sicheren Online-Support ermöglichen soll. Dafür ist die Spritzgießmaschine mit einem Servicerouter und integrierter Firewall ausgerüstet. Störungen und Prozessabläufe lassen sich durch den Online-Support analysieren und optimieren. Das soll unnötige Wartezeiten und Maschinenstillstände und damit auch Kosten reduzieren. Neue Maschinentechnik ![]() Die neue Baureihe Allrounder Cube ist für schnelllaufende Würfelanwendungen ausgelegt. Auf der K 2016 fertigte ein Allrounder Cube 2900 in 8,5 Sekunden Zykluszeit je 32 zweifarbige Flip-Top-Verschlüsse. Für den Einstieg in die elektrische Spritzteilefertigung gibt es seit dem Frühjahr 2016 die Baureihe Golden Electric, eine neue elektrischen Maschinen mit Schließkräften von 600 bis 2.000 kN. Auf der K 2016 produzierte ein Allrounder 470 E Golden Electric mit einem 32-fach-Werkzeug Schutzabdeckungen für ein Health Care-Produkt. Auf dem Stand des Arburg-Partners Lauffer Maschinenfabrik wurde zudem die neue vertikale Drehtischmaschine Allrounder 2000 T mit 2.000 Millimetern Tischdurchmesser vorgestellt. Innovative Anwendungen Ein Anwendungs-Highlight waren LSR/LSR-Uhren "ready-to-use" im Arburg-Design. Das zugehörige Know-how im Mehrkomponenten-Spritzgießen sowie in der Automation und Verarbeitung von Flüssigsilikon (LSR) wurde mit einer Turnkey-Anlage demonstriert. Ein elektrischer Zwei-Komponenten-Allrounder 570 A produzierte im 75-Sekunden-Spritzgießtakt vollautomatisch zwei zweifarbige Armbänder aus den Flüssigsilikonen (LSR) Silopren 2670 und 2620. Im Mittelpunkt einer weiteren Turnkey-Anlage stand der neue hybride Allrounder 1120 H mit 6.500 kN Schließkraft, die in einer Zykluszeit von rund 60 Sekunden je einen 1.092 Gramm schweren, gebrauchsfertigen Design-Klapptrittschemeln fertigte. Das neue Robot-System Multilift V 40 entnahm die acht Einzelteile aus dem Familienwerkzeug und legte diese auf einen Rundtakttisch ab. Dort wurden die beiden Hälften des Trittschemels vormontiert und über eine Wendestation an einen Sechs-Achs-Roboter übergeben, der an den Füßen Stopper ergänzte und die gebrauchsfertig montierten Trittschemel auf ein Förderband ablegte. Bei diesem Konzept arbeiteten der lineare und der Sechs-Achs-Roboter Hand in Hand, d. h. der Sechs-Achs-Roboter kommunizierte direkt mit dem Multilift V 40, der wiederum an die Gestica-Maschinensteuerung angebunden war. Eine Leichtbau-Anwendung war das physikalische Schäumen mit Profoam, wobei das Kunststoffgranulat bereits in einer Granulatschleuse vor der Spritzeinheit mit gasförmigem Treibfluid angereichert wird. Ein hydraulischer Allrounder 630 S mit neuer, fünf Liter fassender Granulatschleuse produzierte in einer Zykluszeit von rund 60 Sekunden einen Strukturdeckel aus PC (GF) für das Pkw-Interieur. Durch eine dynamische Werkzeugtemperierung ließ sich trotz Schäumtechnik eine hochglänzende Oberfläche erzeugen. Das Sichtbauteil war schäumgerecht ausgelegt und erfüllte mit einer Wandstärke von nur 1,8 Millimetern dieselben Anforderungen wie ein im Kompaktspritzgießen gefertigtes 2,5 Millimeter starkes Spritzteil. Mit rund 213 Gramm war der Strukturdeckel daher insgesamt rund 24 Prozent leichter als ein vergleichbares Kompaktbauteil. Am Beispiel von Petrischalen wurde eine Lösung für die Herstellung von medizintechnischen Massenartikeln gezeigt: Ein elektrischer Allrounder 470 A in Reinraumausführung fertigt rund 4.500 Ober- und Unterteile in der Stunde, das entspricht einem Ausstoß von rund 16 Millionen Stück im Jahr. Die Petrischalen-Hälften aus PS wurden mit einem 2+2-fach-Etagenwerkzeug in einer Zykluszeit von 3,2 Sekunden produziert, in einem Fördersystem zusammengeführt, verdeckelt und gestapelt. Aktueller Stand der additiven Fertigung Neben dem Freeformer, der auf der K 2016 "smarte" Kofferanhänger individualisierte, präsentierte Arburg zwei weitere Freeformer. Einer verarbeitete als neues Material den Hochtemperatur-Kunststoff PEI. Bemerkenswert sei bei dieser Anwendung auch die Schichthöhe von nur rund 0,14 Millimetern und damit verbunden die Bauteilqualität gewesen. In einer Kleinserie von 70 Stück entstanden je 0,09 Gramm schwere Abstandshalter, die in Allrounder-Spritzgießmaschinen verbaut werden. Der dritte Freeformer fertigte ein Kniehebel-Modell (1:16). Der "Klotz" aus rund 100 Millionen Tropfen füllte praktisch den gesamten Bauraum aus. Nach Auflösen der Stützstruktur im warmen Wasserbad verfügte das 738 Gramm schwere Modell – wie der Kniehebel einer "richtigen" Spritzgießmaschine – über rund 30 bewegliche Gelenke. Weitere Informationen: www.arburg.com K 2016, Düsseldorf, 19.-26.10.2016 |
Arburg GmbH + Co KG, Loßburg
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