| 15.02.2017, 09:02 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Die Gerresheimer AG hat das Geschäftsjahr 2016 erfolgreich abgeschlossen und sieht gute Wachstumsperspektiven für die nächsten Jahre. Gerresheimer gilt als einer der weltweit führenden Partner der Pharma- und Healthcare-Industrie und stellt Verpackungen für Medikamente und Kosmetik aus Glas und Kunststoff her. „2016 war ein erfolgreiches Jahr für uns. Wir haben in allen wichtigen Kennzahlen unsere Prognosen erreicht und sind ordentlich gewachsen. Wir haben uns in 2016 weiter auf unser Kerngeschäft fokussiert. Wir werden jetzt unsere Entwicklungsleistungen und Produktangebote für die Biotech- und Spezialpharmaindustrie kontinuierlich ausbauen. Darüber hinaus streben wir an, unsere Profitabilität weiter zu steigern. Das Unternehmen ist bereit für die Herausforderungen der nächsten Jahre“, sagte Uwe Röhrhoff, Vorstandsvorsitzender der Gerresheimer AG. Zum 31. Oktober 2016 hatte Gerresheimer den Geschäftsbereich Life Science Research, der Laborglas herstellt, verkauft. Internationalen Bilanzierungsregeln (IFRS) folgend wird somit dieser Teil als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert. Vereinfacht werden ab dem Zeitpunkt der Klassifizierung als aufgegebener Geschäftsbereich alle Aufwands- und Ertragspositionen aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des laufenden Jahres sowie rückwirkend aller zu berichtenden Vergleichsperioden angepasst und in einer separaten Position gezeigt. Der Umsatz von Gerresheimer stieg im Geschäftsjahr 2016 (1. Dezember 2015 bis 30. November 2016) um 7,2 Prozent auf EUR 1.375,5 Mio. Organisch ist der Umsatz um 2,9 Prozent auf EUR 1.383,1 Mio. gestiegen, und lag damit im Zielkorridor von EUR 1.400 Mio. bei einer Bandbreite von plus und minus EUR 25 Mio. Umsatzzuwächse wurden insbesondere mit Inhalatoren, Kunststoffverpackungen für Medikamente, Injektionsfläschchen und Kosmetikglas verzeichnet. Das operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) stieg im Geschäftsjahr 2016 auf EUR 307,8 Mio., währungsbereinigt auf EUR 311,3 Mio. und lag damit am oberen Ende der prognostizierten EUR 305 Mio. bei einer Bandbreite von plus und minus EUR 10 Mio. Die Adjusted EBITDA-Marge lag mit erreichten 22,4 Prozent erstmals oberhalb von 22 Prozent, bei einem Vorjahreswert von 20,5 Prozent. Das Konzernergebnis stieg um 49,3 Prozent auf EUR 168,2 Mio., insbesondere auch aufgrund des Verkaufs des Geschäftsbereichs Life Science Research. Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis nach Minderheiten je Aktie stieg von EUR 3,41 auf EUR 4,22. Das durchschnittliche Net Working Capital ohne die Berücksichtigung des Geschäftsbereichs Life Science Research in Prozent vom Umsatz übertraf mit 15,8 Prozent ebenfalls die Erwartungen des Unternehmens. Die Nettofinanzschulden wurden um EUR 89,3 Mio. auf EUR 788,2 Mio. gesenkt, im Wesentlichen durch den Erlös aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Life Science Research. Der Verschuldungsgrad, gemessen als Nettofinanzschulden zum Adjusted EBITDA, wurde von 2,9 auf 2,6 reduziert. Im Geschäftsjahr 2016 investierte Gerresheimer EUR 113,2 Mio. nach EUR 125,8 Mio. im Vorjahr und damit 8,2 Prozent des währungsbereinigten Umsatzes ohne den Geschäftsbereich Life Science Research. Das Unternehmen hat weiterhin in die Standardisierung und Modernisierung des Maschinenparks im Glassegment investiert. Außerdem wurde das deutsche Kosmetikglaswerk in Tettau modernisiert und die Dekorationskapazitäten erweitert. Das Werk zur Herstellung medizinischer Kunststoffsysteme wie Asthma-Inhalatoren in Peachtree City in den USA wurde weiter ausgebaut. „Wir schauen optimistisch in die Zukunft und investieren weiter in wichtige Wachstumsmärkte, auch wenn der Start ins Geschäftsjahr 2016/17 schwieriger zu sein scheint als im Vorjahr. Unser Dividendenvorschlag, der eine Erhöhung um 23,5 Prozent auf EUR 1,05 je Aktie vorsieht, ist Ausdruck der deutlichen Verbesserungen unserer finanziellen Kennzahlen“, ergänzte Uwe Röhrhoff. Ausblick Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet Gerresheimer einen währungsbereinigten Konzernumsatz von rund EUR 1,43 Mrd. (Bandbreite: plus/minus EUR 25 Mio.) nach EUR 1.375,5 Mio. in 2016. Für das Adjusted EBITDA wird im Geschäftsjahr 2017 mit einem Anstieg auf rund EUR 320 Mio. (Bandbreite: plus/minus EUR 10 Mio.) nach EUR 308 Mio. in 2016 gerechnet. Basierend auf der Verbesserung beim Adjusted EBITDA soll sich das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Minderheiten, als Basis der Ausschüttungspolitik der Gerresheimer AG, auf einen Wert in der Bandbreite von EUR 4,20 je Aktie bis EUR 4,55 je Aktie erhöhen (2016 bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich Life Science Research: EUR 4,07 je Aktie). Das Investitionsvolumen des Geschäftsjahres 2017 wird im Wesentlichen aufgrund der guten Wachstumsperspektiven sowie infolge der Initiativen zur Produktivitäts- und Qualitätssteigerung voraussichtlich rund 8 Prozent des Umsatzes zu konstanten Wechselkursen betragen. Weitere Informationen: www.gerresheimer.com |
Gerresheimer AG, Düsseldorf
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