| 11.09.2017, 11:27 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Verbindungselemente zum Fügen flächiger Kunststoffkomponenten müssen zahlreiche Anforderungen erfüllen. Je nach Anwendung kommen u.a. Schraub- und Nietverbindungen zum Einsatz. Beide Verfahren bieten Vor- und Nachteile hinsichtlich ihrer mechanischen Eigenschaften und Komplexität des Fügeprozesses. Ein neuartiges Schraubblindnietelement kombiniert die Vorteile beider Verfahren und bietet somit eine Alternative zu etablierten Technologien. Die Ausformung des umlaufenden Hinterschnitts ermöglicht es, die Kraft gleichmäßig einzuleiten und die Verbindungsstelle ohne zusätzliches Bauteil abzudichten. Dies stellt im Vergleich zu den etablierten Verfahren einen erheblichen Vorteil dar. Denn dadurch lassen sich mindestens doppelt so hohe Auszugskräfte durch das Schraubblindnieten erzielen wie bei vergleichbaren am Markt existierenden Nietelementen. Ein weiterer Vorteil der Technologie liegt in der Anordnung der Kunststoffelemente – sie umschließen den Fügepartner vollständig und gewährleisten somit sehr gute Dämpfungseigenschaften. Zur betriebsfesten Auslegung solcher Schraubblindnietverbindungen sind neben der maximalen Auszugskraft auch Aussagen zur Vorspannkraftrelaxation und zum Ermüdungsverhalten nötig. Aus diesem Grund soll im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsvorhabens der Kunststofftechnik Paderborn (KTP), der Universität Paderborn und des SKZ das statische und dynamische Langzeitverhalten solcher Verbindungen eingehend untersucht und den bereits etablierten Kunststoff-Fügeverfahren Direktverschraubung und Nieten gegenübergestellt werden. Ziel des Vorhabens ist die Formulierung einfacher Berechnungsgrundlagen zur Auslegung der Verbindungen in Form von Abminderungsfaktoren zur Berücksichtigung von Betriebslasten und Umgebungseinflüssen (Temperatur und Feuchte). Für den Einsatz der neuen Technologie kommen unter anderem die Kraftfahrzeug-, Hausgeräte- oder Elektronikindustrie in Frage. Das IGF-Vorhaben 19504 N der Forschungsvereinigung FSKZ wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren ist zum 1. Mai 2017 gestartet und wird aktuell durch mehr als 15 Industrievertreter unterstützt. Unternehmen, die an dem Projekt oder an einer Mitarbeit interessiert sind, können gerne Kontakt aufnehmen. Kontakt: Kunststofftechnik Paderborn (KTP) M.Sc. Johannes Hillemeyer Kunststofftechnik Paderborn Universität Paderborn Warburger Straße 100 33098 Paderborn Tel. 05251/60-5476 Johannes.Hillemeyer@ktp.de SKZ – Das Kunststoff-Zentrum M.Sc. Manuel Hille SKZ - KFE gGmbH Friedrich-Bergius-Ring 22 97076 Würzburg Tel. 0931/4104-345 M.Hille@skz.de Weitere Informationen: www.skz.de |
Universität Paderborn, Kunststofftechnik Paderborn (KTP), Paderborn + SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
» insgesamt 830 News über "SKZ" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Grässlin: Mechanisch recycelte Polyolefine als Alternative zu Neuware
Mold-Masters: Neue Heißkanal- und Mehrkomponentenlösungen
ARA: Investitionen von 100 Mio. Euro in Ausbau des Kunststoffrecyclings in Österreich
Walter Kunststoffe: Österreichischer Recycler und Compoundeur mit Mio.-Invest
hapego plastics: Rezyklat-Compounds mit Freigabe für Anwendungen im Fahrzeuginnenraum
Meist gelesen, 10 Tage
ARA: Investitionen von 100 Mio. Euro in Ausbau des Kunststoffrecyclings in Österreich
Walter Kunststoffe: Österreichischer Recycler und Compoundeur mit Mio.-Invest
MoldTecs: Automobilzulieferer beantragt Sanierung in Eigenverwaltung
hapego plastics: Rezyklat-Compounds mit Freigabe für Anwendungen im Fahrzeuginnenraum
Renolit: Detailplanung für Standortzusammenlegung in Worms beginnt
Plastics Europe: Europäische Kunststoff-Kreislaufwirtschaft verliert deutlich an Dynamik
Meist gelesen, 30 Tage
Vynova Wilhelmshaven: Westlake Vinnolit plant Übernahme
LyondellBasell: Verkauf von Olefin/Polyolefin-Anlagen in Europa abgeschlossen
HydroDyn: Fortführung des Geschäftsbetriebes nach Sanierung unter neuer Eigentümerstruktur
Norma Group: Großauftrag für Leitungssysteme in Premiumfahrzeugen
Meist gelesen, 90 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|