| 02.05.2018, 14:41 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Das Institut für Kunststofftechnik (IKT) der Universität Stuttgart forscht an der Entwicklung eines schüttdichtetoleranten, partikelformunabhängigen und schnellläufertauglichen Einzuges für Einschneckenextruder. Bei heutigen Einschneckenextrudern mit genuteter Einzugszone wird der Durchsatz bei einer feststehenden Geometrie von Schnecke und Zylinder maßgeblich von der Schüttdichte des zu verarbeitenden Werkstoffs bestimmt. Im Hinblick auf Materialeffizienz und innerbetriebliches Recycling nehmen in der Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffen mittels Extrusion die Anteile an Mahlgut immer weiter zu. Allerdings verringert sich durch die Verarbeitung von Mahlgut die Schüttdichte meist deutlich und führt zu einer geringeren Ausstoßleistung des Extruders. Das erklärt sich dadurch, dass pro Schneckenumdrehung ein bestimmtes Volumen gefördert werden kann und dieses durch die unregelmäßige Partikelform des Mahlguts schlechter ausgenutzt wird. Ein Beispiel hierfür zeigt Bild 1. Ein weiterer Nachteil von konventionell ausgelegten Einschneckenextrudern mit genuteter Einzugszone ist die Abnahme des drehzahlspezifischen Durchsatzes (Durchsatz pro Schneckenumdrehung) bei hohen Drehzahlen. Bild 3 veranschaulicht die Charakteristik eines klassischen Schnellläufers. In einem aktuellen Forschungsprojekt des IKT soll für die beiden Nachteile Abhilfe geschaffen werden. Der neuartige Einzugsbereich des Extruders führt durch seine spezielle Geometrie dazu, dass die Schüttdichten von Mahlgut und Neuware angeglichen werden und dadurch die Durchsatzkapazität bei Mahlgut drastisch erhöht wird. Das hat zur Folge, dass der Extruder ein viel größeres Prozessfenster für die Verarbeitung von Mahlgut bietet. Außerdem soll der neuartige Einzug auch bei hohen Drehzahlen (Schnellläuferbereich) den drehzahlspezifischen Ausstoß konstant halten, sodass die Durchsatzkurve aus Bild 3 der des idealen Schnellläufers entspricht. Das Kooperationsprojekt zusammen mit der Firma Helix GmbH, Winnenden, wird durch das Förderprogramm AiF-ZIM des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Dabei wird am Institut für Kunststofftechnik die rechnergestützte Abbildung des Einzugsverhaltens in der 3D-Simulation erforscht, woraus schließlich Auslegungsstrategien für den neuartigen Einzug abgeleitet werden. Weitere Informationen: www.ikt.uni-stuttgart.de, helixgmbh.com |
Universität Stuttgart, Institut für Kunststofftechnik (IKT), Stuttgart
» insgesamt 142 News über "IKT" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
LyondellBasell: Verkauf von Olefin/Polyolefin-Anlagen in Europa abgeschlossen
Haitian: Neue servo-hydraulische Spritzgießmaschine
Vynova Wilhelmshaven: Westlake Vinnolit plant Übernahme
HydroDyn: Fortführung des Geschäftsbetriebes nach Sanierung unter neuer Eigentümerstruktur
Elmet: LSR-Spezialist erzielt 2025 Rekordumsatz – CEO Harald Wallner scheidet aus
Norma Group: Großauftrag für Leitungssysteme in Premiumfahrzeugen
Meist gelesen, 10 Tage
BASF: Preiserhöhung für Additive in Kunststoffanwendungen
Norma Group: Großauftrag für Leitungssysteme in Premiumfahrzeugen
HydroDyn: Fortführung des Geschäftsbetriebes nach Sanierung unter neuer Eigentümerstruktur
Vynova Wilhelmshaven: Westlake Vinnolit plant Übernahme
Masterbatch Verband: Rohstoffengpässe erhöhen Risiken in der Kunststoff-Wertschöpfungskette
Coperion: Neues Online-Messgerät zur Feuchteüberwachung von Kunststoffgranulaten
Elmet: LSR-Spezialist erzielt 2025 Rekordumsatz – CEO Harald Wallner scheidet aus
Meist gelesen, 30 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Continental: Spatenstich für neues Mischzentrum in Iowa
Baerlocher: PFAS-freie Verarbeitungshilfen und Additivblends fürs Recycling
Meist gelesen, 90 Tage
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
Plastics Recyclers Europe: Bestandsaufnahme von Kunststoffrecycling-Technologien in Europa
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|