| 07.02.2019, 10:14 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Ergebnis eines Klebeprozesses kann nur dann optimal sein, wenn eine einwandfreie Oberfläche zur Verfügung steht. Das heißt, die zu fügenden Oberflächen müssen sorgfältig behandelt, gereinigt und gegebenenfalls aktiviert werden. Die Vielfalt der Möglichkeiten und deren Vor- und Nachteile will der neue SKZ-Kurs „Reinigen, Aktivieren und Kleben von Kunststoff-Oberflächen“ am 19. und 20. März 2019 in Würzburg vermitteln. Die Oberfläche eines Kunststoffteils, also die dünne, äußere Randschicht, bestimmt in erster Linie Farbe, Glanz und Haptik. Betrachtet man diese jedoch genauer, so fallen zahlreiche Welligkeiten und Rauheiten auf. Möglicherweise ist sie auch mit Kontaminationen, wie beispielsweise Verarbeitungshilfsmitteln, belegt. Neben der sichtbaren Schicht sind für die spätere Produktqualität auch die Zusammensetzung und der Aufbau der Grenzfläche zwischen Grund- und Beschichtungsmaterial von entscheidender Bedeutung. Oft ist eine Entfernung der für die Benetzung, Haftfestigkeit und Oberflächenenergie störenden Substanzen äußerst wichtig, damit sich beispielsweise der aufgetragene Klebstoff in der Polymeroberfläche verankern kann. Die Haftung auf vielen Kunststoffen ist auch deshalb problematisch, weil diese in der Regel eine viel niedrigere Oberflächenenergie als die Beschichtungsmedien aufweisen. Grund dafür ist das Fehlen funktioneller Gruppen, die für die Wechselwirkung mit applizierten Stoffen wichtig sind. Die Vorbehandlung muss gezielt an den jeweiligen Werkstoff und den nachfolgenden Auftrag abgestimmt werden. Der vorliegende Kurs diskutiert die heute gebräuchlichsten und wichtigsten Reinigungs- und Aktivierungsverfahren für Kunststoff-Oberflächen. Hierzu zählen u.a. UV-Excimer-, Corona-, Atmosphärendruck- sowie Niederdruckplasma-Vorbehandlung, Beflammung sowie innovative Reinigungstechniken wie beispielsweise CO2-Schneestrahlen. Die verfahrenstechnischen Besonderheiten und typischen Anwendungen stehen hierbei im Mittelpunkt. Der Kurs behandelt weiterhin grundlegende Thematiken zur Auswahl des richtigen Klebstofftyps sowie standardisierte Verfahren zur Prüfung von Klebeverbindungen. Hierbei wird insbesondere auf die neuen und innovativen Prüftechniken, wie z.B. Zentrifugalkraft basiertes Multiprobenprüfverfahren, eingegangen. Es gibt also eine ganze Reihe von grundlegenden Verfahrensschritten, um ein Bauteil für eine Klebung vorzubereiten und deren Eigenschaften zu validieren. Entscheidend ist jedoch, dass der Werkstoff, die Reinigung und Aktivierung und das zu applizierende System bzw. das Kleben aufeinander abgestimmt sind, damit allen Prüfvorschriften Rechnung getragen wird. Erfahrene Referenten geben bei diesem SKZ-Kurs einen Überblick über derzeitige Einsatzgebiete, Verfahrensmodifikationen, Prüftechniken sowie einen Blick über den Tellerrand. Weitere Informationen: www.skz.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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