| 26.02.2019, 12:46 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Als nach eigenen Angaben erstes Unternehmen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel will real bis Ende 2020 die Plastikbeutel in der Obst- und Gemüseabteilung abschaffen. Kunden sollen stattdessen als nachhaltige Alternativen waschbare Mehrwegnetze oder Papiertüten aus recyceltem Papier finden. In mehreren Schritten will real den Kunden ermöglichen, ohne Plastiktüten in der Obst- und Gemüseabteilung einzukaufen. In einem ersten Schritt werden den Kunden ab Ende Februar 2019 die Mehrwegnetze als Alternative zum Plastikbeutel angeboten. Nach und nach sollen Plastikbeutel im Jahresverlauf ganz aus der Obst- und Gemüseabteilung verschwinden, so dass bis Ende 2020 Kunden die Wahl zwischen den waschbaren Mehrwegnetzen oder kostenlosen Tüten aus recyceltem Papier wie auf einem Wochenmarkt haben. „Allein durch den kompletten Verzicht auf Plastikbeutel in der Obst- und Gemüseabteilung sparen wir pro Jahr 70 Millionen Plastikbeutel ein. Das entspricht einer Menge von mehr als 140 Tonnen Kunststoff“, erklärt Patrick Müller-Sarmiento, CEO von real. In einem Testlauf in mehreren real Märkten im Sommer 2018 wurden die Mehrwegnetze auf ihre Praxistauglichkeit hin überprüft. Die langlebigen Mehrwegnetze mit Tunnelzug bestehen aus robustem Polyester und sind besonders praktisch für den Transport. Verschmutzte Netze können bei 30 Grad in der Waschmaschine gereinigt werden. Für den Fall, dass ein Netz reißen sollte, kann es recycelt werden. Die Netze werden zum Preis von 0,79 Euro pro Stück erhältlich sein. Während der schrittweisen Umstellung vom Plastikbeutel auf Mehrwegnetze sollen Kunden zudem aber auch weiterhin immer eine kostenlose Alternative finden. Weitere Aktivitäten und Projekte Neben der Einführung der Mehrwegnetze verfolgt real auch weitere Aktivitäten und Projekte, um Verpackungsmüll und Plastikabfälle zu reduzieren bzw. zu vermeiden. So können Kunden seit dem vergangenen Jahr an den Bedientheken für Fleisch, Wurst und Käse mit selbst mitgebrachten Mehrwegbehältern einkaufen. Kunden stellen dabei ihren geöffneten Mehrwegbehälter auf ein spezielles Tablett. Die Mitarbeiter an den Frischetheken tarieren das Gewicht von Tablett und Behälter aus, füllen die Bestellung in das Gefäß und reichen dem Kunden dieses auf dem Tablett wieder zurück über die Theke. Somit hat der Behälter der Kunden keinen direkten Kontakt zu den Theken und die hohen hygienischen Anforderungen bleiben gewährleistet. Um das System umsetzen zu können, muss jeder Markt individuell das Thema mit der jeweils zuständigen Lebensmittelüberwachung abstimmen. Nach dem Start im Herbst 2018 haben derzeit etwa zwei Drittel der real Märkte die entsprechende Freigabe, die weiteren Märkte befinden sich noch im Abstimmungsprozess. Auch für den Kaffee für unterwegs bietet real seinen Kunden Mehrweglösungen an. Im Bereich der Produktverpackungen arbeitet real auch an neuen, ressourcenschonenden Lösungen. Durch neue Transportlösungen kann beispielsweise auf die Folie bei Bio-Gurken verzichtet werden. Weitere Verpackungsalternativen, zum Beispiel Graspapierschalen, sind bereits bei Bio-Limetten und Bio-Strauchtomaten im Einsatz. Bei Bio-Zucchini sowie den neuen TiP Bio-Bananen wurde die Plastikverpackung durch eine einzelne Banderole ersetzt und bei Bio-Ingwer, Bio-Süßkartoffeln und Bio-Mangos setzt real nun Laser-Label (Natural Laser Labelling) ein, um die Bio-Ware von den Produkten aus konventionellem Anbau zu unterscheiden. Bei weiteren Produkten prüft real die Möglichkeit, alternative Verpackungen einzusetzen. Bereits seit 2017 hat real die Einweg-Plastiktragetasche abgeschafft. Kunden haben an der Kasse die Wahl zwischen Baumwolltragetaschen, robusten Permanent-Tragetaschen mit lebenslanger Garantie oder Papiertragetaschen bzw. Kartons aus recyceltem Papier mit FSC-Zertifizierung. Durch diesen Schritt allein werden jährlich 940 Tonnen Kunststoff eingespart. |
real GmbH, Düsseldorf
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