| 03.02.2020, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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BASF hat am 31. Januar 2020 den Erwerb des Polyamidgeschäfts (PA 6.6) von Solvay abgeschlossen (siehe auch plasticker-News vom 18.01.08.2019). Die Transaktion erweitert die Polyamid-Kompetenzen von BASF durch innovative und bekannte Produkte wie „Technyl“. Die Transaktion verbessert zudem den Zugang des Unternehmens zu Wachstumsmärkten in Asien sowie Nord- und Südamerika. Durch die Rückwärtsintegration bei dem wichtigen Rohstoff Adiponitril (ADN) ist BASF nun entlang der gesamten Polyamid-6.6-Wertschöpfungskette vertreten und verbessert ihre Lieferzuverlässigkeit. Der Kaufpreis des von BASF erworbenen Polyamidgeschäfts ohne Berücksichtigung von Barmitteln und Fremdkapital beträgt 1,3 Milliarden Euro. Der Umsatz lag im Jahr 2018 bei rund 1,0 Milliarde Euro. Wie das Unternehmen weiter berichtet, wird das Geschäft in die BASF-Unternehmensbereiche Performance Materials und Monomers integriert. Die Transaktion zwischen Solvay und BASF umfasst acht Produktionsstätten in Deutschland, Frankreich, China, Indien, Südkorea, Brasilien und Mexiko sowie Forschungs- und Entwicklungszentren und technische Beratungszentren in Asien, Nord- und Südamerika. Darüber hinaus umfasst sie Beteiligungen an zwei Joint Ventures (JV) in Frankreich: Den 50 Prozent-Anteil von Solvay an dem Butachimie-JV mit Invista zur Produktion von ADN und Hexamethylendiamin (HMD) sowie eine Beteiligung von 51 Prozent an dem neu gegründeten Alsachimie-JV zwischen BASF und Domo Chemicals zur Produktion von Adipinsäure. Mit Abschluss der Transaktion treten rund 700 Mitarbeiter von Solvay zu BASF über. Das Alsachimie-JV zwischen BASF und Domo Chemicals in Frankreich beschäftigt etwa 650 Mitarbeiter, das Butachimie-JV zwischen BASF und Invista etwa 400 Mitarbeiter. Im September 2017 hatte BASF eine Vereinbarung mit Solvay zum Erwerb des globalen Polyamidgeschäfts von Solvay unterzeichnet, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Die EU-Kommission genehmigte den Erwerb des Polyamidgeschäfts am 18. Januar 2019 unter Auflagen. Diese erforderten den Verkauf von Teilen des ursprünglichen Transaktionsumfangs an einen Dritten. Hierbei handelte es sich um Produktionsanlagen und Innovationskompetenzen von Solvay im Bereich der technischen Kunststoffe in Europa. Domo Chemicals, Leuna, wurde von der EU-Kommission als Käufer genehmigt. Die Transaktion zwischen Solvay und Domo Chemicals wurde ebenfalls am 31. Januar 2020 abgeschlossen (siehe auch plasticker-News vom 15.08.2019). Dieses Geschäft beinhaltet die Betriebe der technischen Kunststoffe in Frankreich und Polen, den Betrieb der Hochleistungsfasern in Frankreich und den Betrieb der Polymere und Zwischenprodukte in Frankreich, Spanien und Polen. Dazu gehören die Produktion, der Vertrieb, der technische Support, die Forschung und Entwicklung sowie die Innovationsdienstleistungen in Frankreich, Spanien, Polen, Deutschland und Italien, die zusammen etwa 1.100 Mitarbeiter beschäftigen. Die Vereinbarung schließt auch ein Joint-Venture zwischen BASF und Domo in Frankreich für die Produktion von Adipinsäure ein. Weitere Informationen: www.basf.com, www.domochemicals.com, www.solvay.com |
BASF SE, Ludwigshafen + Domo Chemicals, Leuna + Solvay, Brüssel, Belgien
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