| 29.06.2020, 09:41 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Das Kunststoff-Zentrum in Leipzig (KUZ) führt Forschungs- und Entwicklungsarbeiten für die Kunststoff verarbeitende und anwendende Industrie durch. Seit seiner Gründung im Juni 1960 entwickelte sich das KUZ innerhalb der letzten sechs Dekaden zu einem renommierten deutschland- und europaweit agierenden Institut. Im Jahr 2020 feiert das Kunststoff-Zentrum sein 60-jähriges Bestehen. Die Gründung des KUZ erfolgte am 1. Juni 1960 als Zentrallaboratorium für Plastverarbeitung, ein wissenschaftlich-technisches Zentrum der Vereinigung volkseigener Betriebe. Die damaligen Forschungsschwerpunkte lagen insbesondere in der Prüftechnik und in der Spritzgießverarbeitung. Das KUZ bewegte sich damals wie heute in einem dynamischen Umfeld: wirtschaftliche, wissenschaftliche und technologische Entwicklungen prägten den Forschungsalltag des Unternehmens und führten langfristige Veränderungen herbei. Nach der politischen Umwandlung im Jahr 1990 wurde das KUZ privatisiert und mit der Gründung der Fördergemeinschaft für das Kunststoff-Zentrum in Leipzig e.V., die gemeinnützige Forschungseinrichtung, gestärkt. Der satzungsmäßige Zweck der Fördergemeinschaft, als alleiniger Gesellschafter des KUZ, besteht auch heute in der Förderung von Wissenschaft und Forschung durch die Unterstützung von kurz- und mittelfristigen Entwicklungszielen für gemeinnützige Forschungsarbeiten. Neben der ursprünglichen technologischen Ausrichtung trat mit dem Neubau eines Technikums im Jahr 1996 als weiterer Forschungsschwerpunkt die Polyurethanverarbeitung hinzu. Ebenso wurde mit dem Aufbau der Verbindungstechnik eine stärkere Orientierung des KUZ in Richtung interdisziplinärer technologieorientierter Forschung vorangetrieben. Das KUZ setzte sich zum Ziel, die Technologien durch angewandte F&E-Projekte und -Dienstleistungen weiterzuentwickeln und als Kompetenzzentrum die Fachweiterbildung in den technologischen Bereichen auszubauen. Mit dem Aufbau einer technischen Basis für die Verfahrenskombination Spritzgießen und PUR-Reaktionstechnik im Jahr 2010 gelang es dem KUZ, eine Brücke zwischen den Technologien zu schlagen. Die Eröffnung des Applikationszentrums für Mikrokunststofftechnik MiKA im Jahr 2014 führte das in verschiedenen Entwicklungsschritten erarbeitete Know-how auf dem Gebiet der Mikrokunststofftechnologien zusammen und schaffte die Basis für anwendungsorientierte Industrieprojekte. Nachhaltigkeit im Fokus Heute versteht sich das KUZ als moderne Institution, die nachhaltig mit Blick in die Zukunft agiert. Über 60 Mitarbeitern treiben mithilfe von multidisziplinärer, wissenschaftlicher Fachkompetenz die Forschungen und Entwicklungen des KUZ voran, um gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen der Branche zu begegnen. Die aktuellen Forschungsschwerpunkte sind Leichtbau, Miniaturisierung, Funktionalisierung sowie Technologie- und Innovationsforschung für kunststofftechnische Lösungen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Entwicklung und Optimierung von Produkten und Prozessen hinsichtlich ihrer Ressourcen- und Energieeffizienz, welche für langfristig nachhaltige Kunststoffanwendungen von Bedeutung sind. Die Einflüsse globaler Megatrends finden sich in Aktivitäten in den Bereichen der Kunststoffindustrie 4.0, der Künstlichen Intelligenz und der angewandten Digitalisierung wieder. Zum Beispiel werden rund um das Thema Thermoplast-Schaumspritzguss zur Herstellung leichter und steifer Bauteile, auch in Kombination mit Bio- oder Recyclingkunststoffen, nachhaltige Lösungen für den Markt entwickelt. Gleichzeitig werden Bewertungstools für die Schaumstruktur unter Anwendung von Instrumenten der künstlichen Intelligenz konzipiert. Die Forschungsschwerpunkte des KUZ sind darauf gerichtet, die Unternehmen der regionalen und überregionalen Kunststoff verarbeitenden Industrie in der Entwicklung von Innovationen zu unterstützen. Die Leistungen des akkreditierten Prüflabors und das Angebot der Vermittlung von fachlichem Wissen in der Weiterbildung komplettieren das wissenschaftliche Angebot des KUZ. Durch Kooperationen mit verschiedenen Wirtschafts- und Wissensnetzwerken wird die bundesweite fachliche Vernetzung befördert, um Synergien zu nutzen. Weitere Informationen: www.kuz-leipzig.de |
Kunststoff-Zentrum in Leipzig gGmbH, Leipzig
» insgesamt 107 News über "KUZ Leipzig" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Feller Engineering: Neue Heißkanalregler für bis zu 480 Regelzonen
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Kirkbi: Lego-Mutter mit deutlichem Ausbau der Kunststoff-Kreislaufwirtschaft
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Meist gelesen, 10 Tage
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Lotte Chemical: Übernahme der Engro Polymer & Chemicals
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Albis: Fokus auf Materialauswahl, Regulierung und PFAS-freie Werkstoffoptionen
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
WIS Kunststoffe: Europa-konformes rPP-PCR für Lebensmittelanwendungen
Meist gelesen, 30 Tage
Billion: Strategische Partnerschaft mit Engel – Fokus künftig auf Service statt Neumaschinengeschäft
Dreher: Amis übernimmt insolventen Schneidmühlenhersteller
Krallmann: Übernahme der insolventen KLT Hummel Plastic
Schütz: Mehrheitsbeteiligung an Repack erweitert Rekonditionierungsnetzwerk in Italien
Aumovio: Geschäft für Scheibenwaschanlagen und Reinigungssysteme geht an Certina
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Leuna-Polyamid: Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt
Covestro: Strategic investment program to expand global MDI capacity
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| IKT: Lehrbuch „Kunststofftechnik – Einführung und Grundlagen“ in neuer Auflage
|