| 04.09.2026, 10:01 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Aumovio verkauft sein Geschäft für Scheibenwaschanlagen und Reinigungssysteme an die Certina Group. Die Unternehmen haben am 3. September 2026 eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Transaktion umfasst die Produktion, Forschung und Entwicklung sowie sämtliche Mitarbeitenden und Geschäftsaktivitäten des Bereichs. Der Abschluss steht unter den üblichen Vollzugsbedingungen und wird bis Ende 2026 erwartet. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Das Geschäft hat seinen Hauptsitz in Adršpach in der Tschechischen Republik und ist vollständig dort angesiedelt. Rund 700 Beschäftigte entwickeln und produzieren Scheibenwaschanlagen sowie Systeme zur Reinigung von Kameras, Sensoren und Scheinwerfern. Zum Produkt- und Technologiespektrum gehören außerdem Systeme zur Flüssigkeitsversorgung. Mit der Veräußerung setzt Aumovio die Konzentration auf definierte Kerngeschäfte fort. Der Automobilzulieferer will seine Ressourcen verstärkt auf Technologien ausrichten, die als künftige Wachstums- und Werttreiber eingestuft werden. Dazu zählen unter anderem Sensorik, Displays, Brems- und Komfortsysteme sowie Software, Architekturplattformen und Fahrerassistenzsysteme für softwaredefinierte Fahrzeuge. Aumovio ist im September 2025 aus dem früheren Automotive-Unternehmensbereich von Continental hervorgegangen. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 18,5 Mrd. Euro. Weltweit beschäftigt Aumovio rund 82.000 Mitarbeitende an mehr als 80 Standorten. Käufer ist die Certina Group, eine familiengeführte Industrieholding mit Schwerpunkt auf Unternehmensübernahmen und Carve-outs. Die Automotive-Plattform der Gruppe erzielt nach Unternehmensangaben einen Jahresumsatz von rund 600 Mio. Euro. Insgesamt umfasst Certina 21 Unternehmen mit mehr als 5.400 Beschäftigten und einem gemeinsamen Umsatz von rund 1,4 Mrd. Euro. Der übernommene Bereich soll innerhalb der Automotive-Aktivitäten von Certina als eigenständiges Unternehmen weiterentwickelt werden. Für die Kunststoffindustrie ist die Transaktion insbesondere aufgrund der Anwendungen in Flüssigkeitsführungs- und Reinigungssystemen relevant. Scheibenwasch- sowie Kamera-, Sensor- und Scheinwerferreinigungssysteme umfassen zahlreiche Bauteile und Baugruppen, bei denen technische Kunststoffe eingesetzt werden können. Für Kunststoffverarbeiter und Werkstofflieferanten im Automobilsektor ist daher insbesondere die weitere Entwicklung der Lieferketten und Beschaffungsstrukturen des künftig eigenständigen Geschäfts von Interesse. Weitere Informationen: www.aumovio.com, certina-group.com |
Aumovio SE, Frankfurt am Main
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