| 13.08.2020, 13:52 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Trotz Covid-19 ruht der Umweltschutz nicht: So informiert die Global Plastics Alliance (GPA) in ihrem gerade veröffentlichten 5. Fortschrittsbericht (48 Seiten) über aktuelle Projekte zum Meeres- und Gewässerschutz. Immerhin fast 400 internationale Aktivitäten wurden in diesem Jahr angestoßen, laufen seit längerem oder sind bereits abgeschlossen. Und die Vielfalt darunter ist groß: Sie reicht von Strandsäuberungen und regionalen Clean-ups über den behördlichen Ausbau der Abfallsysteme bis hin zu Sensibilisierungs- und Bildungskampagnen sowie globaler Forschung. Projekte gegen Meeresverschmutzung Die GPA, ein weltweiter Zusammenschluss von Verbänden der Kunststoffindustrie, dem auch PlasticsEurope angehört, verzeichnet in ihrem Report einen Anstieg der Projektzahl um das Vierfache. Und dies in einem relativ kurzen Zeitraum, nämlich seit Gründung der Gruppe im Jahr 2011 im Zuge der Unterzeichnung der Global Declaration for Solutions on Marine Littering. Mit dem Wachstum bei den Projekten geht auch ein Zuwachs bei den Kooperationspartnern einher, also bei lokalen Nichtregierungsorganisationen, Behörden oder Wissenschaftskreisen. Kunststoffindustrie ist gefordert "Die Bewältigung des Plastikabfallproblems erfordert globale Zusammenarbeit und mutige Maßnahmen", sagte Virginia Janssens, Managing Director PlasticsEurope, Brüssel, zur Veröffentlichung des Reports. "Wir brauchen starke Partnerschaften zwischen einer vernetzten Kunststoff-Wertschöpfungskette und unseren Stakeholdern, seien sie lokal, national oder global, um diese Herausforderung zu bewältigen und innovative, nachhaltige Lösungen zu entwickeln. “ Zum Erreichen der Ziele orientiert sich die GPA an den sechs Schwerpunktbereichen der Global Declaration und fördert Projekte in Richtung Bildung, Forschung, öffentliche Politik, Best-Practice-Austausch, Kunststoffrecycling und Null-Granulat-Verlust. Auch Deutschland in der Pflicht Spannend ist dabei ebenfalls der Blick auf nationale Aktivitäten. Denn auch wenn Forscher herausfanden, dass über 90 Prozent des Kunststoffmülls in den Weltmeeren von nur zehn Flüssen in Asien und Afrika stammt: Selbst ein so fortschrittliches Land wie Deutschland hat an einigen Stellen Nachholbedarf, wie Dr. Ingo Sartorius, kommissarischer Hauptgeschäftsführer PlasticsEurope Deutschland, erklärt: „Ein Großteil des Plastikmülls in den Meeren stammt vom Land bzw. wird über die Flüsse eingetragen, auch hier in Deutschland. Daher engagieren wir uns um Faktenbasis und Aufklärung und sensibilisieren Verbraucher zum richtigen Umgang mit Abfällen, unterstützen den Wissenstransfer und sind Teil der Initiative Gemeinsam für mehr Gewässerschutz zusammen mit Wassersportverbänden und der Messe Düsseldorf. Generell gilt: Kunststoffe sind zu schade zum Wegwerfen – so werden Endverbraucherprodukte wie beispielsweise Verpackungen, die den Zweck haben, Lebensmittel vor Verderb zu schützen, am Ende ihrer Nutzenphase recycelt bzw. verwertet.“ Über die Global Plastics Alliance Die Global Plastics Alliance formierte sich im Jahr 2011 im Zuge der 5. Internationalen Meeresschutzkonferenz (5IMDC) auf Hawaii. Damals verpflichtete sich eine Handvoll Verbände der Kunststoffindustrie zum Handeln, indem sie die Erklärung der Global Plastics Associations for Solutions on Marine Litter, auch bekannt als die "Global Declaration", anstieß. Der neueste Bericht spiegelt die Arbeit von mittlerweile 80 unterzeichnenden Kunststoffverbänden aus insgesamt 43 Ländern wider. Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: www.marinelittersolutions.com, www.plasticseurope.org |
PlasticsEurope Deutschland e.V., Frankfurt am Main
» insgesamt 290 News über "Plasticseurope" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Meist gelesen, 10 Tage
Trinseo: Deutliche Preiserhöhungen für Polystyrol, ABS und SAN
Feddersen Group: Gebündelte Recyclingkompetenz
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
Uhde Inventa-Fischer: Neue PET-Anlage für türkischen Verpackungshersteller Köksan
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
FACC: Rekordumsatz und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2025
Röhm: Chemisches Recycling in MMA-Anlage in Worms integriert
Meist gelesen, 90 Tage
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Ceresana: Slight market recovery for plastic pipes in Europe expected from 2026
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|