| 29.10.2020, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Die japanischen Chemiekonzerne Nippon Shokubai und Sanyo Chemical Industries verzichten auf ihre Ende letzten Jahres vereinbarte Fusion. Darüber informierten beide Konzerne vergangene Woche in einer Pressemitteilung. Ursprünglich sollte der Zusammenschluss zum 1. Oktober dieses Jahres vollzogen werden. Bereits im April wurde dann über eine Verschiebung der Fusion auf das Frühjahr 2021 informiert (siehe auch plasticker-News vom 14.04.2020). Begründet wird die nun beschlossene Absage der Fusion in der aktuellen Aussendung vor allem mit den Auswirkungen der weltweiten Covid-19-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der Unternehmen und das deutlich veränderte Marktumfeld. Dabei wird u.a. auf teurere Rohstoffe und niedrigere Produktpreise sowie unklare Prognosen zur Nachfrageentwicklung verwiesen. Geplant war der Zusammenschluss von Nippon Shokubai und Sanyo Chemical unter dem Dach einer neu zu gründenden Holding. Dabei sollten die Shokubai-Aktionäre für eine Aktie 1,225 Anteilsscheine an der neuen Holding erhalten und die Aktionäre von Sanyo Chemical ihre Anteilsscheine 1:1 tauschen. Im Ergebnis hätten die bisherigen Aktionäre von Nippon Shokubai die Mehrheitsanteile an der neuen Holding kontrolliert. An beiden Unternehmen sind vor allem verschiedene japanische Industrie- und Finanzkonglomerate beteiligt, wobei auch Nippon Shokubai mit fünf Prozent an Sanyo Chemical und diese wiederum mit 3,17 Prozent an Nippon Shokubai beteiligt sind. Die in Osaka ansässige Nippon Shokubai gilt als weltweit führender Hersteller von Superabsorber-Polymeren und produziert darüber hinaus Acrylsäure, Acrylate, Ethylenoxid, Ethylenglykol und weitere Spezialitäten; beschäftigt werden rund 4.500 Mitarbeiter. Das Geschäftsjahr 2019/2020 schloss der Konzern mit einem Nettogewinn von 11,6 Mrd. JPY (94 Mio. Euro) aus Umsätzen in Höhe von 302,1 Mrd. JPY (2,436 Mrd. Euro) ab. Sanyo Chemical hat ihren Sitz in Kyoto und produziert ebenfalls Superabsorber-Polymere sowie Kunststoff-Additive, Tenside und weitere Chemikalien. Im Geschäftsjahr 2019/2020 wurde mit etwa 2.000 Beschäftigten ein Nettogewinn von 7,7 Mrd. JPY (62 Mio. Euro) aus Umsätzen in Höhe von 155,5 Mrd. JPY (1,254 Mrd. Euro) erwirtschaftet. Weitere Informationen: www.shokubai.co.jp, www.sanyo-chemical.co.jp |
Nippon Shokubai + Sanyo Chemical Industries , Japan
» insgesamt 1 News über "Nippon Shokubai + Sanyo" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
LyondellBasell: Verkauf von Olefin/Polyolefin-Anlagen in Europa abgeschlossen
Haitian: Neue servo-hydraulische Spritzgießmaschine
Vynova Wilhelmshaven: Westlake Vinnolit plant Übernahme
HydroDyn: Fortführung des Geschäftsbetriebes nach Sanierung unter neuer Eigentümerstruktur
Elmet: LSR-Spezialist erzielt 2025 Rekordumsatz – CEO Harald Wallner scheidet aus
Norma Group: Großauftrag für Leitungssysteme in Premiumfahrzeugen
Meist gelesen, 10 Tage
Norma Group: Großauftrag für Leitungssysteme in Premiumfahrzeugen
BASF: Preiserhöhung für Additive in Kunststoffanwendungen
HydroDyn: Fortführung des Geschäftsbetriebes nach Sanierung unter neuer Eigentümerstruktur
Vynova Wilhelmshaven: Westlake Vinnolit plant Übernahme
Masterbatch Verband: Rohstoffengpässe erhöhen Risiken in der Kunststoff-Wertschöpfungskette
Coperion: Neues Online-Messgerät zur Feuchteüberwachung von Kunststoffgranulaten
Elmet: LSR-Spezialist erzielt 2025 Rekordumsatz – CEO Harald Wallner scheidet aus
Meist gelesen, 30 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Continental: Spatenstich für neues Mischzentrum in Iowa
Baerlocher: PFAS-freie Verarbeitungshilfen und Additivblends fürs Recycling
Meist gelesen, 90 Tage
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
Plastics Recyclers Europe: Bestandsaufnahme von Kunststoffrecycling-Technologien in Europa
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Experimentelle und simulative Analyse der Mischwirkung in Einschneckenextrudern
|