| 01.02.2021, 13:09 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG in Illertissen hat das Geschäftsjahr 2020 mit einer „schwarzen Null“ abgeschlossen und ist angesichts der herausfordernden Gesamtsituation zufrieden mit diesem Ergebnis. Jürgen B. Weiß, geschäftsführender Gesellschafter: „Die Ausgangsposition zum Jahresbeginn war schon nicht optimal. In der Automobilindustrie, einer wichtigen Kundenbranche für uns, kriselte es, und ein professioneller Hackerangriff im Oktober 2019 hat unsere Geschäftsabläufe wochenlang sehr nachhaltig beeinträchtigt.“ Mit dem Beginn der Pandemie im März 2020 musste das Unternehmen auf neue Rahmenbedingungen umschalten: „Viele Kunden reduzierten ihre Produktionsmengen und haben uns das teilweise sehr verspätet mitgeteilt, so dass wir auf Lager produziert haben. Zugleich war der personelle Aufwand durch neue, Corona-bedingte Schichtmodelle höher und wir konnten monatelang kaum Neuprojekte akquirieren.“ Wie das Unternehmen weiter mitteilt, haben die Verantwortlichen auf die daraus resultierenden Mehrkosten und den Umsatzrückgang aber schnell reagiert. Zur sofortigen Kostensenkung haben demnach sowohl die Möglichkeit der Kurzarbeit als auch die neue, 2019 in Betrieb genommene Logistikhalle beigetragen. Mit ihr konnte Weiss externe Kosten senken und die Abläufe optimieren. Jürgen Weiß: „Seit Oktober steigen die Abrufe wieder. Außerdem profitieren wir von unserer Langfrist-Strategie, neue Geschäftsfelder zu erschließen. Insbesondere die Elektromobilität und die Medizintechnik tragen zum Wachstum bei. Und das Werk in Györ (HU) hat auch eine sehr positive Entwicklung zu verzeichnen.“ In Summe hätten diese Entwicklungen zu einem leichten Umsatzrückgang (2020: 35,6 Mio. Euro, 2019: 39,1 Mio. Euro) bei einem ausgeglichenen, leicht positiven Ergebnis geführt. Jürgen Weiss: „Damit sind wir noch gut durch dieses wirklich herausfordernde Geschäftsjahr gekommen – zumal, wenn man bedenkt, dass wichtige Zielbranchen wie die Automobilindustrie und der Maschinenbau mit einem Minus abgeschlossen haben.“ Ins neue Jahr sei Weiss mit einem geringeren Auftragsbestand als in den Vorjahren gestartet. Die Kundenmärkte seien somit volatil. Aber die Aussichten seien positiv, die Zeichen stehen auf Wachstum. Das würden auch die aktuellen Investitionen zeigen, u.a. in ein neues CNC-Bearbeitungszentrum für den Werkzeug- und Formenbau. Personell wird ebenfalls investiert: Im Sommer 2021 sollen wieder neue Lehrlinge dazukommen, damit würden dann aktuell sechzehn Lernende in verschiedenen kaufmännischen und technischen Berufen bei Weiss ausgebildet. Weiss will in diesem Geschäftsjahr auch neue Geschäftsmodelle erproben. Jürgen Weiß: „Hier gibt es einige Projekte. Zum Beispiel planen wir eine intensivere Kooperation mit einem Kunden, der sich im Markt der Elektromobilität mit Systemkomponenten etablieren möchte. Wir werden dabei unsere Kompetenz in der Kunststoffverarbeitung einbringen.“ Außerdem würden in Kürze vielversprechende Neuprojekte u.a. mit Kunden aus dem Maschinenbau starten. Deshalb sei Weiss „vorsichtig optimistisch“ und plant für 2021 mit einem Umsatzplus von drei Prozent. Weitere Informationen: www.weiss-kunststoff.de |
Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co, Illertissen
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