| 14.06.2021, 12:53 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Röchling-Gruppe hat im Mai ihren zweiten Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt. Erstmals formuliert der Mannheimer Kunststoffspezialist erste Schritte zu einem umfassenden nachhaltigen Geschäftsansatz und einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie, die noch in diesem Jahr konkretisiert werden sollen. Bis 2035 will das Unternehmen beispielsweise für jeden seiner Kunststoffe eine Alternative aus Biokunststoffen oder recycelten Materialien anbieten. „Wir haben uns damit ein ambitioniertes Ziel formuliert, wollen diese Kunststoffe aber bereits bei Kundenwunsch im Portfolio haben. Bis 2035 wollen wir der führende Anbieter von Biokunststoffen und Rezyklaten werden. Dafür sind wir bereit, in den kommenden Jahren einen mittleren bis hohen einstelligen Millionen-Euro-Betrag zu investieren", erklärt Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel, Vorstandsvorsitzender der Röchling-Gruppe. Deshalb will das Unternehmen Nachhaltigkeit konsequent in seine Wertschöpfungskette integrieren. Auf über 90 Seiten betrachtet der zweite Nachhaltigkeitsbericht der Röchling-Gruppe vor allem die Bereiche Menschen, Standorte, Partnerschaften und Produkte und ordnet sie verschiedenen nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinte Nationen. Erste operative Schritte in Richtung mehr Nachhaltigkeit hat das Unternehmen bereits unternommen. So hat Röchling Industrial im März 2021 im niedersächsischen Geeste-Dalum eine Recyclinganlage mit einer Fläche von 6.300 Quadratmetern eröffnet, um den Stoffkreislauf zwischen Röchling und seinen Kunden zu schließen (siehe auch plasticker-News vom 04.03.2021). Darüber hinaus präsentierte Röchling Automotive bereits im vergangenen Jahr mit Röchling-BioBoom einen neuen nachhaltigen Biokunststoff (siehe auch plasticker-News vom 12.10.2020). Damit verfügt der Geschäftsbereich über ein patentiertes Biopolymer auf Polylactid (PLA)-Basis, das zu mindestens 90 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht und damit eine ökologische und ökonomische Alternative zu den meisten herkömmlichen Materialien wie Polyester darstellt (PC, PET, PBT), aber auch Polystyrol (ABS), Polyolefine (wie PP) und Polyamide (PA6). „Uns ist bewusst, dass all diese Maßnahmen nur der Anfang sein können“, sagt Prof. Dr. Knaebel. Er fügt hinzu, dass es dem Unternehmen gelingen muss, mit seinem Geschäftsmodell durch geführte Transformation Vorteile zu erzielen. Es gehe nicht darum, Naturschäden mit Geld oder Sponsoring zu kompensieren, sondern die Anforderungen des Naturschutzes mit dem unternehmerischen Gewinnstreben in Einklang zu bringen: „Nur so gelingt eine glaubwürdige Balance zwischen Wirtschaft und Naturschutz“, betont Prof. Dr. Knäbel. Bis etwa 2030 will die Röchling-Gruppe eine klimaneutrale Produktion erreichen und an allen Produktionsstandorten eine papierlose Produktion etablieren. Gleichzeitig sollen alle der rund 11. 000 Mitarbeiter an den 90 Standorten in 25 Ländern bei Röchling in Nachhaltigkeit geschult werden, um dieses Zukunftsthema auch in der Belegschaft konsequent zu verankern. Um ihre nachhaltigen Ziele auch nach außen sichtbar zu machen, ist die Röchling-Gruppe in diesem Jahr dem United Nations Global Compact beigetreten, einem freiwilligen Pakt zwischen Unternehmen, Organisationen und den Vereinten Nationen, um die Globalisierung sozial und ökologisch verantwortungsvoller zu gestalten. Außerdem wurde die Position des Nachhaltigkeitsbeauftragten für den Konzern geschaffen. Dateianhang zur Meldung: Weitere Informationen: www.roechling.com |
Röchling SE & Co. KG, Mannheim
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