| 06.09.2021, 14:45 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Bessere Gebäudedämmung ist ein Hauptziel des "European Green Deal". Immobilien verbrauchen immer noch fast 40% der gesamten Energie. Deshalb fordert die EU-Kommission eine "Renovierungswelle": Um den Ausstoß von Treibhausgasen drastisch zu verringern, sollen die EU-Staaten bis 2030 jährlich rund 200 Milliarden Euro in die energetische Modernisierung von Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden investieren. Von diesen Initiativen zur Verbesserung der Energie-Effizienz profitieren besonders die Hersteller und Verarbeiter von Expandierbarem Polystyrol (EPS), dem meist-verkauften Dämmstoff. Nach der neusten Ceresana-Studie zum Weltmarkt für EPS wurden im Jahr 2020 insgesamt rund 6,59 Millionen Tonnen verbraucht. Bauindustrie ist Hauptabnehmer EPS ist ein leichter, fester und fast beliebig formbarer Schaumstoff, der unter Markennamen wie Styropor oder Airpop gehandelt wird. Das vielseitige Material besteht vor allem aus Luft und aufgeschäumtem Polystyrol, dazu kommen Flammschutzmittel und andere Additive, zum Beispiel Grafit. EPS ist zwar auch in Schutzhelmen und Schwimmwesten, in Getränkebechern, Gießformen und zahlreichen weiteren Anwendungen zu finden – rund 53% seines Marktes entfallen aber auf Bau-Produkte. Von der Bauindustrie wird der kostengünstige Dämmstoff vor allem zur Isolation von Wärme, Kälte oder auch Schall eingesetzt - beim Wohnungsneubau ebenso wie bei der Sanierung von Altbauten. Die Konkurrenten von EPS sind dabei Glas- und Steinwolle, zunehmend aber auch Dämmstoffe auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen. Wachsender Verpackungsverbrauch Ambitionierte Klimaschutz-Ziele für den Gebäudesektor gibt es auch zum Beispiel in Japan und Südkorea. Besonders in den Ländern Asien-Pazifiks und Amerikas wird EPS aber nicht nur für Dämmstoffe, sondern in großem Umfang auch für Verpackungen eingesetzt, zum Beispiel für den Transport von frischem Fisch oder Elektronikprodukten. Weltweit entfallen auf Verpackungen über 40 % des EPS-Verbrauchs. Laut der aktuellen, vierten Ausgabe des EPS-Marktreports von Ceresana wurden im Jahr 2020 in der Region Asien-Pazifik rund 57 % des globalen EPS-Verbrauchs verzeichnet. Für China erwarten die Analysten weiterhin überdurchschnittliche Wachstumsraten, obwohl sich dort die Dynamik des Bausektors abkühlt. Besonders in Schwellen- und Entwicklungsländern steigt der Pro-Kopf-Verbrauch von Verpackungen aus EPS. Die Studie in Kürze: Kapitel 1 bietet eine Darstellung des globalen Markts für Expandierbares Polystyrol – einschließlich Prognosen bis 2030: Für die Regionen West- und Osteuropa, Nordamerika, Südamerika, Asien-Pazifik, Mittlerer Osten und Afrika werden EPS-Produktions- und Verbrauchsvolumina sowie Import, Export und der generierte Umsatz angegeben. In Kapitel 2 werden die EPS-Marktdaten der wichtigsten 25 Länder analysiert, d.h. jeweils die länderspezifische Produktions- und Nachfragemenge, Import- und Exportzahlen sowie die Höhe des Umsatzes. Die Nachfrage nach EPS wird zudem in die Anwendungsgebiete unterteilt: Verpackung, Bauwirtschaft, Industrie sowie sonstige Anwendungen. Kapitel 3 ist ein Verzeichnis: Unternehmensprofile der bedeutendsten EPS-Hersteller, gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten, Produktionskapazitäten und Kurzprofil. Ausführliche Profile werden von 47 Herstellern geliefert, wie z.B. Alpek S.A.B. de C.V., BASF SE, Loyal Chemical Industrial Corp., Ming Dih Group Corp., SIBUR Holding PAO, Sunpor Kunststoff GmbH, Supreme Petrochem Ltd. (SPL), Synthos S.A. und Wuxi Xingda Group. Weitere Informationen: www.ceresana.com/de/marktstudien/kunststoffe/expandierbares-polystyrol/ |
Ceresana Research, Konstanz
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