| 07.04.2022, 08:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Vorausschauende Planung beim Einkauf von Fluorpolymeren wird weiterhin erforderlich sein. Wie es in einer Stellungnahme des pro-K - Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. weiter heißt, kommen neue Produktionskapazitäten in China noch nicht in Europa an. Ukraine-Krieg hat demnach höhere Nachfrage und Umschichtungen zur Folge. Nachdem die seitens der Fluorpolymerhersteller in China für das vierte Quartal 2021 vorgesehene Preissenkungen bei Fluorpolymeren ausgeblieben seien, und sie im Gegenteil durch kurzfristige, signifikante Preiserhöhungen als Resultat von „Sondereffekten“ ersetzt wurden, bleibe die Einschätzung zur Verfügbarkeit und Preisentwicklung bei Fluorpolymeren schwierig. Der europäische Markt mit einem Gesamtverbrauch an Fluorpolymeren von jährlich ca. 50.000 Tonnen werde Jahr für Jahr stärker von Importen abhängig. Grund sei das stetige Marktwachstum in der Region Europa, das ausbleibenden Investitionen im Mengenwachstum bei den lokalen Fluorpolymerproduzenten gegenübersteht. Dem globalen Markttrend folgend, habe China in 2021 signifikant in PTFE Produktionskapazitäten investiert. Die insgesamt 42.000 Tonnen zusätzliche Produktionskapazität teilt sich auf in 6.500 Tonnen S-Ware, 9.000 Tonnen E-PTFE und 26.500 Tonnen Dispersion. Aufgrund von Engpässen in der Energie- und Rohstoffversorgung hätten sich diese Zusatzkapazitäten jedoch nicht sofort am Markt auswirken können. Im ersten Quartal 2022 sei die Produktionssituation in China coronabedingt durch mehrfache Shut-Downs geprägt gewesen. Nach Hochrechnungen auf Basis der Daten des ersten Quartals 2022 sei es fraglich, ob die Gesamtproduktionsmenge von 2021 von ca. 150.000 Tonnen PTFE in 2022 überhaupt noch erreicht werden könne, trotz der vorhandenen zusätzlichen Produktionskapazitäten. PTFE werde also weiterhin, global betrachtet, eine Ressource bleiben, die vorausschauende Planung erfordert. Zusätzliche Effekte auf den Fluorpolymermarkt seien durch den Krieg in der Ukraine zu erwarten: Die militärische Nachrüstung in den 27+3 – Staaten werde kurzfristig weitere Bedarfe an Fluorpolymeren zur Folge haben, und Aktivitäten zur Reduzierung der Abhängigkeit von Import-PTFE aus Russland seien vielerorts erkennbar. Die derzeit ca. 5.000 Tonnen PTFE Importware aus Russland würden teilweise auf andere Anbieter umgelagert. Dies werde eine weitere Abnahme der Verfügbarkeit von PTFE in Europa zur Folge haben. Neben der Verfügbarkeit würde deshalb auch die Preissituation weiterhin angespannt bleiben. Weitere Informationen: www.pro-kunststoff.de |
pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V., Frankfurt
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