| 01.03.2023, 09:58 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Der Arbeitgeberverband HessenChemie und die IGBCE Hessen-Thüringen haben sich in der vierten Verhandlungsrunde nach intensiven Gesprächen auf einen Tarifabschluss für die 5.500 Beschäftigten der hessischen Kunststoffverarbeiter verständigt. „In der derzeit krisenhaften Situation für die hessische Kunststoff verarbeitende Industrie haben wir mit dem Abschluss erneut die Handlungsfähigkeit der Sozialpartner bewiesen und einen tragfähigen Kompromiss für beide Seiten gefunden“, sagt Thomas Wedekind, Geschäftsführer der Technoform Caprano + Brunnhofer GmbH und Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite. „Mit der langen Laufzeit von 24 Monaten schaffen wir Planungssicherheit für unsere Unternehmen“, so Wedekind. Zudem ist eine Flexibilisierungskomponente für Betriebe mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgenommen worden. Die Vereinbarung umfasst eine zweistufige Erhöhung der Entgelte für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden über 24 Monate: In der ersten Stufe steigen die Entgelte ab dem 1. März 2023 einheitlich um 100 Euro brutto (für Auszubildende um 50 Euro brutto). In der zweiten Stufe steigen die Entgelte ab dem 1. Mai 2024 um weitere drei Prozent (Auszubildende erhalten einen weiteren Festbetrag in Höhe von 50 Euro brutto). Für die Monate Januar und Februar 2023 wird ein Pauschalbetrag in Höhe von jeweils 75 Euro brutto ausgezahlt (Auszubildende erhalten jeweils 25 Euro brutto). Zusätzlich wurde eine tarifliche Inflationsausgleichszahlung vereinbart: So erhalten Tarifbeschäftigte eine steuer- und abgabenfreie Zahlung von insgesamt 3.000 Euro, Auszubildende erhalten insgesamt 1.000 Euro. Unternehmen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten können betriebliche Ausnahmelösungen für die Inflationsausgleichszahlung vereinbaren, die die Höhe sowie den Auszahlungszeitpunkt betreffen. Weitere Informationen: www.hessenchemie.de, igbce.de |
Arbeitgeberverband Chemie und verwandte Industrien für das Land Hessen e.V. (HessenChemie) + IGBCE Hessen-Thüringen, Wiesbaden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
Top-Meldungen der letzten Tage
Mürdter: Spritzgießer beendet Insolvenzverfahren
Polymer Service Merseburg: Kapazitätserweiterung für Langzeitprüfungen an Kunststoffen
PPWR gilt ab heute: Neues EU-Verpackungsrecht startet
„Kollekt“: Forschungsprojekt für recyclingfähige Fahrzeugbeleuchtung gestartet
Meist gelesen, 10 Tage
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Polymer-Gruppe: Großbrand zerstört Lagerhalle in Pferdsfeld
SKZ: Neue Haitian-Spritzgießmaschine für die Fachkräftequalifizierung
PureCycle: Steigerung von Produktion und Absatz von PP-Rezyklat
Meist gelesen, 30 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Meist gelesen, 90 Tage
Durotherm: Übernahme durch swissplast group sichert Fortführung der Standorte Haiterbach und Lindlar
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Grünstoff: Kunststoffrecycler mit strategischer Neuausrichtung
Dreher: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
Evonik: Stellenabbau und Ausstieg aus dem Polyester-Geschäft angekündigt
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| "Dichten. Kleben. Polymer." - Ausgabe 2026
|