| 16.06.2023, 13:23 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Röhm erweitert seine "proTerra"-Produktfamilie um Plexiglas proTerra Formmassen. Diese sollen die Leistungsfähigkeit des PMMA Plexiglas mit einem reduzierten Carbon Footprint verbinden. "Die Anforderungen aus den Märkten an uns Materialhersteller lassen sich auf einen Nenner bringen: CO2-Fußabdruck runter, Recycling-Anteil hoch, Performance gleich lassen. Als Antwort darauf haben wir unsere Plexiglas proTerra Formmassen entwickelt", sagt Sven Schröbel, Head of Sustainability Management im Geschäftsbereich Molding Compounds der Röhm GmbH. Röhm bietet Kunden demnach zwei unterschiedliche Wege, ihren Product Carbon Footprint zu reduzieren: Plexiglas proTerra M5 enthält einen Anteil an mechanisch recyceltem PMMA, während bei Plexiglas proTerra 8N fossile Rohstoffe durch ISCC-Plus- (International Sustainability and Carbon Certification) zertifizierte Rohstoffe ersetzt werden. Bis zum Jahr 2050 will Röhm keine Treibhausgasemissionen (THG) mehr verursachen und damit klimaneutral produzieren. Als Hebel, um dieses Ziel zu erreichen, sieht das Unternehmen den Einsatz von recycelten Rohstoffen. Mit Plexiglas proTerra M5 soll nun das mechanische Recycling vorangetrieben werden. Bei dem neuen Produkttyp werden den Angaben zufolge bis zu 30 Prozent recyceltes PMMA aus postindustriellen Quellen kontrolliert mit neuem PMMA vermischt. Dadurch reduziere sich der CO2-Fußabdruck des Materials um 30 Prozent im Vergleich zu Neuware. Die Produkteigenschaften seien weitgehend vergleichbar, aber aufgrund des beigemengten Rezyklats nicht identisch mit Plexiglas 8N. Plexiglas proTerra 8N soll dagegen die identischen Produkteigenschaften wie das bewährte Plexiglas 8N gewährleisten und könne dieses daher direkt ersetzen, bei einem um 25 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck. Dafür werden bei Plexiglas proTerra 8N fossile Rohstoffe durch ISCC-Plus-zertifizierte nachhaltige Rohstoffe anteilig ersetzt und über eine Massenbilanzierung zugeordnet. Die Produkte sind demnach chemisch identisch und verfügen über kongruente Produkteigenschaften, sodass eine unmittelbare Umstellung von Plexiglas 8N auf den grünen Zwilling Plexiglas proTerra 8N bei zahlreichen Kundenanwendungen ohne erneute Freigabeprüfung möglich sein könne. Das Material Plexiglas proTerra 8N sei bereits von der AMECA (Automotive Manufacturers Equipment Compliance Agency) gelistet worden, als konform mit den geltenden Normen befunden und dürfe deshalb für Optiken und Rückstrahler an Fahrzeugen eingesetzt werden. Im Mai 2023 hat Röhm den abschließenden Angaben zufolge bereits am größten Produktionsstandort in Worms die ISCC-Plus-Zertifizierung für alle Methylmethacrylat (MMA)- und Polymethylmethacrylat (PMMA)-Produkte erhalten. Mit der Zertifizierung können Unternehmen demzufolge nachweisen, dass die verarbeiteten Materialien aus nachhaltigen Quellen stammen. Weitere Standorte von Röhm werden ebenfalls die Zertifizierung durchführen. Weitere Informationen: www.roehm.com |
Röhm GmbH, Darmstadt
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