| 18.03.2024, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Automobilzulieferer Webasto hat das Geschäftsjahr 2023 deutlich unter seinen Erwartungen abgeschlossen. Nach vorläufigen und noch ungeprüften Zahlen stieg der Umsatz des weltweit tätigen Unternehmens im vergangenen Jahr zwar auf knapp 4,6 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern war mit rund 20 Millionen Euro aber nur leicht positiv. „Das Jahresergebnis 2023 ist enttäuschend und zwingt uns zu handeln. Wir haben daher ein breit angelegtes Programm zur nachhaltigen Verbesserung unseres Unternehmensergebnisses und Sicherung der Zukunft von Webasto gestartet. Derzeit überprüfen wir in allen Regionen und Bereichen unsere Kapazitäten und Strukturen hinsichtlich ungenutzter Optimierungspotenziale. Ein Stellenabbau im zweistelligen Prozentbereich ist voraussichtlich unvermeidbar“, erklärt Dr. Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender der Webasto SE. Webasto hat nach eigenen Angaben in den letzten Jahren mehr als eine Milliarde Euro in seine Weiterentwicklung investiert und damit sein angestammtes Geschäft mit Dachsystemen auf neue Mobilitätstrends ausgerichtet. „Die Auswirkungen dieser Zukunftsinvestitionen auf unsere Abschlüsse waren wohlkalkuliert und heute sind wir mit unserem erweiterten Produktportfolio sehr gut aufgestellt. Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen für Automobilzulieferer 2023 weiter verschlechtert: Erhebliche Nachfrageschwankungen, gesteigerter Kostendruck, inflationäre Effekte, Störungen in der Lieferkette und eine schwache Entwicklung in vielen Märkten spiegeln sich in unseren Zahlen wider“, so Engelmann. Angesichts der konjunkturellen Eintrübung in einigen Regionen hatte Webasto bereits im Laufe des Jahres 2023 die Kapazitäten, unter anderem in China, angepasst und im Herbst bis auf weiteres einen weltweiten Einstellungsstopp beschlossen. Die Anzahl der Mitarbeitenden lag Ende 2023 mit rund 16.600 erstmals seit Jahren leicht unter der des Vorjahres (2022: 16.800). Nach einer klareren Fokussierung auf die Bereiche Dach („Roof“) und Elektrifizierung („Electrification“) verbunden mit einer Schärfung der Produktstrategie im Bereich Elektromobilität trennte sich Webasto Anfang dieses Jahres zudem mehrheitlich von seinem Geschäft mit Ladelösungen. Für Webasto gilt es als eine große Herausforderung, seine weit fortgeschrittene Transformation in Zeiten globaler Krisen weiter voranzutreiben. „Um künftig innovative und nachhaltige Lösungen für die Mobilität von heute und morgen entwickeln zu können und zugleich nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben, muss sich Webasto finanziell resilienter aufstellen. Auf Basis einer aktuellen Strukturanalyse entwickeln wir für uns die passenden Maßnahmen dafür“, sagt Engelmann. Über weitere Details zu Zielen, Entscheidungen und Aktivitäten will das Vorstandsteam die Mitarbeitenden von Webasto in ein paar Wochen informieren. Weitere Informationen: www.webasto-group.com |
Webasto SE, Stockdorf
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