| 13.05.2024, 10:14 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Jokey und Remondis haben eine Kooperation zum Aufbau eines geschlossenen Kreislaufsystems (Closed Loop) für die Lebensmittelindustrie vereinbart. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt sollen praxistaugliche Verfahren entwickelt und für die Industrie skaliert werden. Ziel ist die Herstellung von Verpackungsprodukten aus recyceltem Polypropylen (rPP) mit Zulassungen der europäischen und US-amerikanischen Behörden. Seit 2022 führt die Jokey-Gruppe ein eigenes Forschungsprojekt mit wissenschaftlicher Begleitung durch. Dabei werden die Möglichkeiten zur Rückgewinnung und Wiederverwendung von recyceltem Polypropylen (rP) aus lebensmitteltauglichen Hartverpackungen untersucht. Der Einsatz von Rezyklatverpackungen und die Zusammenarbeit mit Remondis haben bei Jokey eine lange Tradition. Bereits 1991 produzierte Jokey gemeinsam mit Remondis den ersten Rezyklat-Eimer (RE Plano). Remondis engagiert sich seit über 60 Jahren für das Recycling von PP und PE. Das Unternehmen hat die Sortierung und Aufbereitung kontinuierlich verbessert, so dass die Rezyklate heute auch für die Herstellung sehr anspruchsvoller Produkte eingesetzt werden. Wenn die Rezyklate aus hochwertigen Verpackungsanwendungen stammen, ist es das Ziel, sie auch den Verpackungsherstellern für die gleichen Zwecke anzubieten. Ein wichtiger Schritt dazu ist die ordnungsgemäße Erfassung. Remondis engagiert sich nicht nur in Rücknahmesystemen, sondern verfügt auch über ein flächendeckendes Standortnetz und einen breit aufgestellten Fuhrpark. Durch die Kooperation zwischen Jokey und Remondis soll das geschlossene Kreislaufsystem für Lebensmittelverpackungen nun kontinuierlich ausgebaut werden. Remondis koordiniert dabei die Sammlung, Rückführung und Sortierung von Lebensmittelverpackungen beim gewerblichen Endverbraucher. Anschließend werden in einem mechanischen Aufbereitungsprozess Rezyklate gewonnen, die wiederum von Jokey zur Produktion neuer Verpackungen eingesetzt werden. „Um aus diesen Rezyklaten zukünftig wieder neue Food-Verpackungen herstellen zu können, müssen wir einen geschlossenen Wertstoffkreislauf sicherstellen, der ausschließlich aus Lebensmittelverpackungen besteht“, erklärt Jens Stadter, CEO der Jokey Group. „Mit Remondis konnten wir einen Kooperationspartner gewinnen, der über eine herausragende Expertise in der Recyclingwirtschaft, höchste Qualitätsstandards, umfassende Infrastrukturen sowie komplette Leistungsketten verfügt“, so Stadter weiter. Ralf Mandelatz, Geschäftsführer Remondis Recycling: „Wir freuen uns darüber, dass Jokey gemeinsam mit Remondis das mechanische Recycling im Bereich kontaktsensitiver Verpackungen technologisch weiterentwickeln möchte. Remondis bringt dabei seine Erkenntnisse aus weiteren Projekten ein, bei denen es darum geht, den technischen Fortschritt im Sinne einer zirkulären Wirtschaft zu nutzen, um mit möglichst wenig Emissionen Wertstoffkreisläufe zu schließen.“ Die gesetzlichen Anforderungen an Produkte mit Lebensmittelkontakt sind im Hinblick auf die Gesundheit und Sicherheit der Endverbraucher sehr hoch. Mit dem Forschungsprojekt konnte Jokey auch die Frage nach der Machbarkeit positiv beantworten. Diese wissenschaftlichen Ergebnisse fließen in das neue gemeinsame Pilotprojekt von Remondis und Jokey ein. Die Herausforderung besteht darin, Polyolefin-Rezyklate zu gewinnen, die den Anforderungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) entsprechen. Ziel des Forschungsprojektes ist es schließlich, neben der professionellen Skalierung des geschlossenen Kreislaufs von Lebensmittelverpackungen langfristig eine Zulassung der Rezyklate durch die EFSA und die FDA (U.S. Food and Drug Administration) zu erreichen. Das wegweisende Sammelsystem von Remondis und Jokey ist für die Lebensmittelindustrie von großem Interesse, da durch das Kreislaufsystem Lebensmittelverpackungen noch ressourcenschonender und nachhaltiger hergestellt werden können. Weitere Informationen: www.jokey.com, www.remondis.de |
Jokey SE, Wipperfürth + Remondis SE & Co. KG, Lünen
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