| 20.10.2025, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Auf der K 2025 präsentierte Wittmann Battenfeld eine neue Ausführung seiner servohydraulischen Spritzgießmaschine MacroPower im Schließkraftbereich von 400 bis 600 Tonnen (siehe auch plasticker-News vom 21.08.2025). Die zentrale Neuerung ist der nun einteilige Maschinenkörper, der logistische und prozesstechnische Vorteile bietet.Durch die einteilige Konstruktion entfällt die Notwendigkeit des Auseinanderbauens und erneuten Zusammenfügens der Maschine beim Transport und bei der Inbetriebnahme. Dies verkürzt die Installationszeit beim Kunden und reduziert mögliche Fehlerquellen, da die Maschine bereits im Werk vollständig geprüft ausgeliefert wird. Die Bauweise ermöglicht zudem eine kompaktere Stellfläche, was Platz in der Fertigung spart. Ein weiteres Merkmal ist die schwenkbare Spritzeinheit, die von beiden Seiten der Maschine zugänglich ist. Diese Ausführung erleichtert Wartungsarbeiten, insbesondere den Schneckenwechsel, und trägt damit zur Erhöhung der Maschinenverfügbarkeit bei. Die Steuerung der neuen MacroPower erfolgt über die „Unilog B8X“, die mit hausintern entwickelten Steuerungskomponenten arbeitet. Diese ermöglichen Laut Anbieter eine höhere interne Taktfrequenz, was zu kürzeren Reaktionszeiten auf Sensorsignale führen und die Reproduzierbarkeit der gefertigten Teile verbesser soll. Die Benutzerführung entspricht bisherigen Wittmann-Systemen, wodurch Bediener keine zusätzliche Schulung benötigen. Die Maschine verfügt über ein luftgekühltes Antriebs- und Verstärkersystem, das im Vergleich zur Flüssigkeitskühlung niedrigere Betriebskosten verursachen soll. Hinzu kommt ein patentiertes Schwenkverriegelungssystem mit nur einem Zylinder. Es sei verschleißarm, servicefreundlich und ermögliche ein schnelles, sicheres Verriegeln. Für eine präzise Werkzeugführung sorgen ein hochauflösendes Wegmesssystem sowie druckgeregelte Schließeinheiten. In Kombination mit Linearführungen der Schließplatte sollen sich auch komplexe Prozessfunktionen wie "Coining" (Spritzprägen), "Venting" (Entlüftung der Form) oder "ClampAdjust" (Assistenzsystem zur Energieeffizienz, das dafür sorgt, dass die nur die jeweils minimal notwendige Schließkraft aufgewendet wird) zuverlässig realisieren lassen. Ein modularer Optionsaufbau an Düsenseite und Schließseite erlaubt die baureihenübergreifende Nutzung von Zusatzfunktionen und erleichtert den Einsatz von Nachrüstpaketen und Servicekomponenten innerhalb des Wittmann-Portfolios. Die neue MacroPower ist mit einem flexiblen Hydrauliksystem ausgestattet, das bis zu vier einzeln ansteuerbare Hydraulikeinheiten umfasst. Diese können gezielt geschaltet werden, beispielsweise zur Leistungssteigerung oder für Parallelbewegungen wie Kernzug, Auswerfer oder das neu integrierte hydraulische Nadelverschlusssystem. Zur Steigerung der Energieeffizienz ist das Wittmann-eigene, patentierte „Kers“-System integriert. Dieses wandelt beim Bremsen entstehende kinetische Energie in elektrische Energie um, die intern, etwa für die Zylinderheizung, verwendet wird. Auf der K 2025 wurde die neue MacroPower 500/3400 im Livebetrieb demonstriert. Dabei wurde eine sogenannte „Haibox“ mit einem 1-fach-Werkzeug der Firma Haidlmair aus einem Polypropylen von Borealis produziert. Ergänzt wurde die Produktion durch eine In-Mould-Labeling-Anlage (IML) von Wittmann. Die Prozessüberwachung erfolgte über eine Thermokamera, die von jedem Schuss ein Bild erstellte. Dieses wurde mit einer Referenzaufnahme mittels der Software TDI4.0 des SKZ verglichen. Abweichungen außerhalb der Toleranz führten zur automatischen Ausschleusung der Bauteile. Mit der neuen, einteiligen MacroPower zeigte Wittmann Battenfeld eine technologische Weiterentwicklung, die auf gesteigerte Effizienz, Prozesssicherheit und Energieeinsparung abzielt. K 2025, 08.-15. Oktober 2025, Düsseldorf Weitere Informationen: www.wittmann-group.com |
Wittmann Battenfeld GmbH, Kottingbrunn, Österreich + Wittmann Battenfeld Deutschland GmbH, Meinerzhagen + Nürnberg
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