| 16.01.2026, 14:49 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das Traditionsunternehmen Riedl Kunststofftechnik und Formenbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Erding hat beim zuständigen Amtsgericht Landshut einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Gericht ordnete im Dezember die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Rechtsanwalt Marc-André Kuhne von der Kanzlei dkr kuhne dr. raith zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Geschäftsbetrieb läuft stabil weiter Die Riedl Kunststofftechnik und Formenbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Erding ist ein spezialisierter Hersteller von Spritzgussformen aus Metall und produziert mithilfe dieser Formen hochwertige Kunststoffteile. Das Traditionsunternehmen blickt auf eine lange Historie zurück: Während der aktuelle Geschäftsbetrieb auf ein im Jahr 1959 gegründetes Einzelunternehmen basiert, wurde die heutige Gesellschaft im Jahr 1998 ins Leben gerufen. Zum festen Kundenstamm des Betriebs gehören renommierte Größen wie Rohde & Schwarz, Kermi, Schott-Glas und ThermoFisher. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Betrieb am Standort in Erding ohne Einschränkungen weitergehen – auch nach dem Jahreswechsel. Unmittelbar nach seiner Bestellung hat der vorläufige Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne die Arbeit aufgenommen und gemeinsam mit der Geschäftsführung die Stabilisierung des Unternehmens eingeleitet. Die Versorgung der Kunden sei weiterhin vollumfänglich gewährleistet. "Unser vorrangiges Ziel war es, den Geschäftsbetrieb stabil fortzuführen und die hohe Qualität der Produktion aufrechtzuerhalten. Die ersten Gespräche mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten sind sehr konstruktiv verlaufen, was uns die notwendige Planungssicherheit für die kommenden Wochen gibt", erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Marc-André Kuhne. Die 29 betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon 25 in Vollzeit und zwei Auszubildende) wurden bereits über die aktuelle Lage informiert. Ihre Löhne und Gehälter sind für die Zeit bis Februar 2026 über das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert. Gute Sanierungsaussichten Die Ursachen für die wirtschaftliche Krise der Riedl Kunststofftechnik sieht das Unternehmen in einem erheblichen Umsatzrückgang um rund ein Viertel. Weiterhin stiegen die Kosten beim Werkzeugbau. Infolge dieser Entwicklungen rutschte das Unternehmen im Jahr 2025 tief in die Verlustzone. Aktuell werde unter Hochdruck an einer langfristigen Fortführungslösung gearbeitet. Dabei zeichneten sich bereits zwei konkrete Wege ab: Zum einen gebe es erste Anzeichen für eine interne Lösung im Rahmen eines "Management-Buy-Outs" durch bisherige Mitarbeiter. Parallel dazu wurde ein strukturierter M&A-Prozess (Investorenprozess) initiiert, um potenzielle externe Partner für das Unternehmen zu gewinnen. "Die technische Kompetenz und der gute Ruf des Unternehmens bilden eine solide Basis für die Sanierung. Ich bin optimistisch, dass wir in den kommenden Wochen eine tragfähige Lösung finden werden, die sowohl den Erhalt des Standortes als auch der Arbeitsplätze sichert", so Marc-André Kuhne abschließend. Weitere Informationen: riedl-kunststofftechnik.de, www.dkr-partner.de |
Riedl Kunststofftechnik und Formenbau GmbH & Co. KG, Erding
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