| 24.03.2026, 10:30 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() Die Verbundpartner Polysecure, SKZ und Südpack beim Kick-off des Projekts AIDA am 12. Februar 2026 in Freiburg, v.l.: Dr. Daniel Kirchenbauer (Polysecure), Peter Ryzko (Südpack), Julius Ort (SKZ), Dr. Hermann Achenbach (SKZ), Dr. Christof Stohhöfer (Polysecure), Julia Mann (SKZ) und Dominique Rommerskirchen (Polysecure) - (Bild: Polysecure). Ziel des Projekts ist es, die Sortier- und Recyclingfähigkeit biobasierter Kunststoffe unter praxisnahen Bedingungen zu untersuchen und damit Voraussetzungen für kreislauforientierte Verwertungswege zu schaffen. Hintergrund ist, dass biobasierte Kunststoffe aufgrund unterschiedlicher Materialeigenschaften, chemischer Strukturen und Abbaubarkeiten bislang nur schwer zuverlässig erfasst und sortiert werden können. In der Praxis führt das dazu, dass auch grundsätzlich sortierfähige, nicht abbaubare biobasierte Verpackungen häufig in Restfraktionen gelangen und anschließend thermisch verwertet werden. Zusätzlichen Handlungsdruck erzeugen regulatorische Entwicklungen auf europäischer Ebene. Genannt werden insbesondere die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) sowie die geplante Novellierung der EU-Altfahrzeugverordnung. Beide Regelwerke erhöhen die Anforderungen an die Bereitstellung hochwertiger Rezyklate und an die Reduzierung von Fehlwürfen in Sortierprozessen. Im Rahmen von „Aida“ entsteht am Standort der Polysecure GmbH ein Demonstrator im Industriemaßstab. Zum Einsatz kommt dabei die „Sort4Circle“-Technologie. Das Verfahren vereinzelt Kunststoffobjekte zunächst und analysiert sie anschließend einzeln über ein multisensorisches System. Auf dieser Basis sollen verschiedene Materialklassen in Echtzeit erkannt, zugeordnet und sortenrein abgeschieden werden. Das Projekt zielt damit auf die Verbesserung der stofflichen Trennung als Voraussetzung für die Gewinnung hochwertiger Sekundärrohstoffe. Der Versuchstand soll Akteuren aus Kunststoffverarbeitung und Abfallwirtschaft ermöglichen, die technische Machbarkeit und die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Technologie für unterschiedliche Anwendungen zu bewerten. Als mögliche Einsatzfelder werden Verpackungen, Elektronik, Medizintechnik sowie Fahrzeug- und Bauprodukte genannt. Ein weiterer Projektbaustein betrifft den Nachweis der Kreislauffähigkeit im Wiedereinsatz. Südpack verarbeitet dazu aussortierte Abfallströme zu neuen Verpackungen und prüft deren Praxistauglichkeit. Damit soll untersucht werden, inwieweit sich die gewonnenen Materialien erneut in anspruchsvollen Anwendungen einsetzen lassen. Weitere Informationen: |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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