| 24.03.2026, 15:37 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Nach Einschätzung des Industrieverbandes pro-K steht die Fluorpolymerindustrie in Europa infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten unter zusätzlichem Druck. Der Verband sieht Unternehmen entlang der chemischen Wertschöpfungskette mit instabilen Lieferketten, steigenden Kosten und wachsender Planungsunsicherheit konfrontiert. Dies wirke sich zunehmend auf Produktion, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit aus. Aus Sicht von pro-K ist die Branche aufgrund ihrer hohen Abhängigkeit von importierten Vorprodukten besonders anfällig für globale Marktverwerfungen. Der Verband verweist darauf, dass steigende Preise für Rohöl und Erdgas die Kosten für Rohstoffe, Produktion und Logistik deutlich erhöhen. Gleichzeitig führten Störungen zentraler Schifffahrtsrouten, höhere Frachtraten sowie steigende Versicherungs- und Containerkosten zu zusätzlichen Belastungen im internationalen Warenverkehr. Auch bei essenziellen Ausgangsstoffen für Fluorpolymere – darunter Flussspat, Natriumchlorid, Schwefelsäure, Methanol und Methan – beobachtet pro-K zunehmende Versorgungsrisiken und dynamische Preissteigerungen. In der Folge sähen sich Hersteller gezwungen, Kostensteigerungen entlang der Wertschöpfungskette weiterzugeben, um Produktion und Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten. Der Verband ordnet die aktuellen Entwicklungen in eine bereits angespannte strukturelle Ausgangslage ein. Nach Angaben von pro-K schwächen der Rückgang europäischer Produktionskapazitäten infolge von Standortverlagerungen sowie regulatorische Unsicherheiten die Wettbewerbsfähigkeit der Fluorpolymerbranche zusätzlich. Insbesondere der PFAS-Beschränkungsvorschlag der Europäischen Chemikalienagentur beeinträchtige aus Sicht des Verbandes die Planbarkeit für Unternehmen. Vor diesem Hintergrund betont pro-K die wachsende Bedeutung resilienter und nachhaltiger Wertschöpfungsketten. Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes setzen sich nach eigenen Angaben verstärkt für den Ausbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft für Fluorpolymere ein, um Versorgungssicherheit, Ressourceneffizienz und strategische Unabhängigkeit zu stärken. Dr. Michael Schlipf, Sprecher der pro-K Fluoropolymergroup, verweist auf vorhandene technologische Voraussetzungen für sichere End-of-Life-Lösungen und zirkuläre Anwendungen von Fluorkunststoffen in Deutschland und Europa. Entscheidend seien nun politische Rahmenbedingungen, die Investitionen in entsprechende Strukturen ermöglichen. Weitere Informationen: www.pro-kunststoff.de |
pro-K Industrieverband langlebige Kunststoffprodukte und Mehrwegsysteme e.V., Frankfurt
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