| 30.03.2026, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die FACC AG hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Konzernumsatz um 11,3 Prozent auf 984,4 Mio. Euro erhöht und damit den höchsten Jahresumsatz der Unternehmensgeschichte erreicht. Das EBIT stieg im gleichen Zeitraum von 28,3 Mio. EUR auf 42,3 Mio. Euro, was einer Verbesserung um 49,4 Prozent entspricht. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 3,2 auf 4,3 Prozent. Nach Unternehmensangaben gelang diese Entwicklung trotz anhaltender Belastungen durch Störungen in internationalen Lieferketten sowie hoher Personal- und Energiekosten in Österreich. Alle drei Divisionen – Aerostructures, Engines & Nacelles sowie Cabin Interiors – schlossen das Geschäftsjahr mit positivem Ergebnis ab. Als wesentlicher Faktor für die Ergebnisverbesserung nennt das Unternehmen das seit Herbst 2024 laufende Effizienzprogramm „Core“. Dieses habe 2025 in allen Unternehmensbereichen positive Effekte gezeigt. Einen zusätzlichen Beitrag zur Ergebnissteigerung in der Division Cabin Interiors leistete demnach der Standort in Kroatien, der vor vier Jahren in Betrieb genommen wurde und nun zunehmend von Skaleneffekten profitiere. Auch Produktverlagerungen in andere Regionen, darunter die Fertigung von Struktur- und Kabinenausstattungen für die „Comac C919“ in China, werden als Teil der globalen Fertigungsstrategie hervorgehoben. Der Personalstand blieb mit einem Zuw achs von 56 Vollzeitäquivalenten nahezu stabil, während der Umsatz deutlich zunahm. Die Luftfahrtindustrie setzte ihren Wachstumskurs 2025 laut FACC fort. Sowohl bei kommerziellen Passagierflugzeugen als auch bei Business Jets wurden mehr Flugzeuge ausgeliefert. Als Grundlage für weiteres Marktwachstum verweist das Unternehmen auf einen Auftragsbestand von 17.770 Verkehrsflugzeugen sowie auf einen prognostizierten Bedarf von mehr als 42.000 neuen Passagierflugzeugen bis 2044. Auch im Bereich Advanced Air Mobility wird mit einer Fortsetzung des Wachstumstrends gerechnet. FACC sieht sich aufgrund der frühen Positionierung in diesem Segment in einer günstigen Ausgangslage für die anstehende Kommerzialisierung von Logistik- und Passagierdrohnen. Vor diesem Hintergrund plant das Unternehmen bis 2030 Investitionen von rund 350 Mio. Euro. Diese sollen sowohl der Erhöhung von Fertigungsraten in bestehenden Programmen als auch der Gewinnung neuer Kundenprojekte dienen. Bestandteil des Pakets ist der bereits angekündigte Bau eines neuen Werks für Strukturbauteile in St. Martin in Oberösterreich. In den Ausbau dieses Standorts sollen rund 120 Mio. Euro fließen; vorgesehen sind dort bis zu 300 zusätzliche Arbeitsplätze. Das Werk soll weitgehend automatisiert und digitalisiert ausgeführt werden. Zudem ist eine angeschlossene Forschungsstätte geplant, in der Prozesse und Technologien für die nächste Flugzeuggeneration zur Serienreife entwickelt werden sollen. Für das Geschäftsjahr 2026 stellt das Management ein weiteres Umsatzwachstum von fünf bis 15 Prozent in Aussicht. Im Mittelpunkt sollen weiterhin die Umsetzung des Programms „Core“ und die Verbesserung der EBIT-Marge stehen. Entwicklungen bei den Bedarfen der Flugzeughersteller sowie in den Lieferketten will das Unternehmen nach eigenen Angaben eng beobachten, um bei Bedarf frühzeitig reagieren zu können. Weitere Informationen: www.facc.com |
FACC AG, Ried, Österreich
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