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08.04.2026, 09:02 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

IFR: Roboterdichte in Europa, Asien und Amerika 2024 weiter gestiegen

Die Roboterdichte im verarbeitenden Gewerbe ist 2024 in allen großen Industrieregionen gestiegen. Nach Angaben der International Federation of Robotics (IFR) erreichte Westeuropa mit 267 Industrierobotern je 10.000 Beschäftigte einen neuen Höchstwert und lag damit vor Nordamerika mit 204 sowie Asien mit 131 Einheiten. Weltweit betrug der Durchschnitt 132 Roboter pro 10.000 Beschäftigte.

Die Roboterdichte beschreibt die Zahl der einsatzbereiten Industrieroboter im Verhältnis zur Zahl der Beschäftigten. Sie dient als Vergleichsgröße für den Automatisierungsgrad unterschiedlich großer Volkswirtschaften und kann sowohl für die gesamte verarbeitende Industrie als auch für einzelne Branchen ausgewiesen werden.


In Westeuropa nahm die Roboterdichte 2024 um 3 Prozent zu. Acht Länder der Region gehören zur weltweiten Spitzengruppe: Deutschland, die Schweiz, die Niederlande, Österreich, Italien, Belgien und Luxemburg, Frankreich sowie Spanien. Die Europäische Union (EU-27) kam auf 231 Roboter je 10.000 Beschäftigte und lag damit deutlich über dem globalen Durchschnitt.

Nordamerika verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Anstieg um 4 Prozent. Die Vereinigten Staaten belegten mit 307 Robotern je 10.000 Beschäftigte weltweit Rang acht. Kanada erreichte 241 Einheiten, Mexiko 62.

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In Asien stieg die durchschnittliche Roboterdichte im verarbeitenden Gewerbe um 11 Prozent auf 131 Einheiten je 10.000 Beschäftigte. Zu den am stärksten automatisierten Volkswirtschaften der Region zählen Südkorea, Singapur, Japan und Taiwan. China kam nach aktualisierten Arbeitsmarktdaten auf 166 Roboter je 10.000 Erwerbstätige. Das entspricht einem Anstieg um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Innerhalb Asiens belegt China damit Rang sechs, weltweit Rang 22.

Ausschlaggebend für Chinas Stellung ist vor allem der sehr große operative Bestand an Industrierobotern. Mit rund 2 Millionen installierten Einheiten verfügt das Land über den weltweit größten Bestand und liegt damit deutlich vor Japan auf dem zweiten Platz. Auch bei den jährlichen Neuinstallationen nimmt China eine Schlüsselrolle ein: 2024 entfielen 54 Prozent aller weltweit neu installierten Industrieroboter auf den chinesischen Markt. Das entsprach 295.000 Einheiten.

Im internationalen Ländervergleich wies die Republik Korea 2024 die höchste Roboterdichte auf. Dort kamen 1.220 Roboter auf 10.000 Beschäftigte. Seit 2019 stieg dieser Wert im Jahresdurchschnitt um 7 Prozent. Auf Platz zwei folgte Singapur mit 818 Einheiten und einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 13 Prozent seit 2019. Deutschland belegte mit 449 Einheiten Rang drei, vor Japan mit 446.

Die weiteren Plätze in den Top 10 nahmen Schweden mit 377, Dänemark mit 329, Slowenien mit 315, die Vereinigten Staaten mit 307, Taiwan mit 302 sowie die Schweiz mit 294 Robotern je 10.000 Beschäftigte ein.

Die aktuellen IFR-Daten zeigen damit eine weiter zunehmende Automatisierung in den wichtigsten Industrieregionen. Während Westeuropa bei der regionalen Roboterdichte vorne liegt, behaupten asiatische Länder die Spitzenplätze im internationalen Vergleich einzelner Staaten. China nimmt aufgrund seines großen industriellen Umfangs eine Sonderstellung ein: Die Roboterdichte liegt dort noch hinter den führenden Automatisierungsländern, der operative Bestand und das Installationsvolumen sind jedoch weltweit unerreicht.

Weitere Informationen: ifr.org

IFR International Federation of Robotics c/o VDMA, Frankfurt/Main

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