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14.04.2026, 11:10 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

„Erde“: Initiative steigert Rückführung von Agrarkunststoffen

Erfolgreicher Einsatz für Umwelt und Klima – damit aus gebrauchten Agrarkunststoffen neue Ressourcen werden können - (Bild: RIGK / "Erde").
Erfolgreicher Einsatz für Umwelt und Klima – damit aus gebrauchten Agrarkunststoffen neue Ressourcen werden können - (Bild: RIGK / "Erde").
Die Initiative „Erde“ (Erntekunststoffe Recycling Deutschland) hat im Jahr 2025 insgesamt 37.342 Tonnen Agrarkunststoffe gesammelt und dem werkstofflichen Recycling zugeführt. Damit setzte das von RIGK und Partnern organisierte Rücknahme- und Recyclingsystem seinen Ausbau fort. Nach Angaben der Initiative stieg die Verwertungszuführungsquote gegenüber dem Vorjahr erneut an, obwohl die insgesamt in Verkehr gebrachten Marktmengen zurückgingen.

Durch die Verwertung der gesammelten Materialien wurden demnach 37.042 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart. Die Initiative wertet dies als Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft.

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Die Sammelergebnisse beruhen auf der Zusammenarbeit von Kunststoffherstellern, der RIGK GmbH als Systembetreiberin, landwirtschaftlichen Betrieben, Sammelpartnern, Recyclern und dem Agrarhandel. Organisatorisch ist die Initiative unter dem Dach der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen angesiedelt. Grundlage des Systems ist eine freiwillige Selbstverpflichtung gegenüber dem Bundesumweltministerium. Darin sind konkrete Zielmarken für Sammlung und Verwertung einzelner Agrarkunststoffe festgelegt, darunter eine Sammelquote von mehr als 60 Prozent für Spargelfolien bis 2026 sowie 75 Prozent für Silo- und Stretchfolien bis 2027.

2025 wurde zugleich die Rücknahmeinfrastruktur weiter ausgebaut. Nach Angaben der Initiative umfasst das Netz inzwischen mehr als 700 Sammelstellen und über 160 Sammelpartner. Damit soll eine flächendeckende Rückgabe gebrauchter Agrarkunststoffe für landwirtschaftliche Betriebe ermöglicht werden.

Auch das Spektrum der erfassten Materialien wurde erweitert. Nach zuvor durchgeführten Pilotprojekten sind Gewächshausfolien und Tropfschläuche nun dauerhaft in das Rücknahmesystem aufgenommen worden. Zusätzlich beteiligen sich weitere Hersteller an der Initiative, was die finanzielle Basis und den weiteren Ausbau des Systems stärken soll.

Für die kommenden Jahre kündigt „Erde“ an, die Sammelmengen weiter erhöhen und das Netzwerk entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette weiter ausbauen zu wollen. Zudem will sich die Initiative stärker in den europäischen Austausch zu Rücknahme- und Recyclingsystemen für Agrarkunststoffe einbringen, um Erfahrungen mit anderen Branchenakteuren und nationalen Initiativen zu teilen.

Weitere Informationen: www.rigk.de; www.erde-recycling.de/

RIGK GmbH, Wiesbaden

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