| 11.08.2026, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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BASF setzt bei der Herstellung technischer Kunststoffe verstärkt auf erneuerbare Energien. Im Rahmen des sogenannten Green Energy Manufacturing werden unter anderem Strom, Dampf und Wärme aus erneuerbaren Quellen eingesetzt, um den Product Carbon Footprint (PCF) der Materialien zu reduzieren. Die Produkteigenschaften und Verarbeitungsprozesse sollen dabei unverändert bleiben. Das Konzept ist Bestandteil der „Engineering Plastics Sustainability Toolbox“ von BASF. Neben dem Einsatz erneuerbarer Energien umfasst diese auch mechanisch recycelte Materialien sowie massenbilanzierte Lösungen auf Basis alternativer Rohstoffe. Beim Green Energy Manufacturing werden fossile Energieträger teilweise durch erneuerbare Alternativen ersetzt. Erneuerbarer Dampf und Prozesswärme können beispielsweise mit elektrischem Strom, Wärmepumpen, Prozessabwärme oder Biomethan erzeugt werden. Da sich die Materialeigenschaften durch die veränderte Energieversorgung nicht ändern, können die Kunststoffe als Drop-in-Lösung in bestehenden Fertigungsprozessen eingesetzt werden. Für Kunststoffverarbeiter kann dies insbesondere bei der Verringerung von Scope-3.1-Emissionen relevant sein, die aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen entstehen. Gleichzeitig können niedrigere produktbezogene Emissionen die Datengrundlage für Nachhaltigkeitsberichte und regulatorische Berichtspflichten verbessern. Als Praxisbeispiele nennt BASF die Zusammenarbeit mit Eaton und Bosch. Eaton setzt Materialien mit reduziertem Product Carbon Footprint bereits am Produktionsstandort Schrems in Österreich ein. Nach Angaben der Unternehmen sind dafür keine grundlegenden Änderungen an bestehenden Fertigungsabläufen erforderlich. Bosch verwendet ebenfalls thermoplastische Kunststoffe mit reduziertem PCF. Für ein im Jahr 2026 von BASF bezogenes Produkt wird für die entsprechende Jahresmenge eine Verringerung des CO₂-Fußabdrucks um rund 1.000 Tonnen CO₂-Äquivalente erwartet. Nach BASF-Angaben konnten Kunden aus dem Bereich Engineering Plastics mit entsprechenden Lösungen im Jahr 2025 ihren CO₂-Fußabdruck insgesamt um rund 2.000 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr reduzieren. Die Berechnung des Product Carbon Footprint erfolgt laut BASF nach ISO 14067:2018. Als Produkte mit reduziertem PCF bezeichnet das Unternehmen Materialien, deren „Cradle-to-Gate“-Fußabdruck mindestens zehn Prozent unter dem eines vergleichbaren konventionellen BASF-Produkts liegt. Zur Emissionsminderung kommen unter anderem erneuerbarer Strom und Dampf sowie teilweise massenbilanzielle Chain-of-Custody-Modelle zum Einsatz. Weitere Informationen: www.basf.com |
BASF SE, Ludwigshafen
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