| 17.08.2026, 12:52 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Agoform GmbH aus Löhne, Nordrhein-Westfalen, hat in neue Anlagentechnik investiert, um den Anteil von Recyclingmaterial in ihrer Kunststoffproduktion zu erhöhen und zugleich den Material- und Energieeinsatz zu reduzieren. Nach Angaben des Unternehmens führen die umgesetzten Maßnahmen zu einer jährlichen Minderung der Treibhausgasemissionen um rund 527 Tonnen CO₂-Äquivalente. Gleichzeitig sollen die Produktionskosten um etwa 110.500 Euro pro Jahr sinken. Agoform fertigt mit rund 160 Beschäftigten unter anderem Schubkasteneinsätze und Antirutschmatten aus Kunststoff für die Küchenmöbelindustrie. Im Mittelpunkt der Investitionen standen ein kontinuierlicher Schmelzfilter sowie eine physikalische Schäumanlage für einen bestehenden Extruder. Der neue Schmelzfilter ermöglicht es, bei der Verarbeitung von Polystyrol einen höheren Anteil an Post-Consumer-Rezyklaten einzusetzen. Das System entfernt Verunreinigungen aus dem Recyclingmaterial und schafft damit die Voraussetzung dafür, größere Mengen an Primärrohstoff zu ersetzen, ohne die geforderten Produkteigenschaften zu verändern. Nach Unternehmensangaben erhöhte sich der jährliche Einsatz von Rezyklaten dadurch von 168 auf 325 Tonnen. Das entspricht einer zusätzlichen Rezyklatmenge von 157 Tonnen pro Jahr. Eine weitere Materialeinsparung erzielt Agoform durch die Installation einer physikalischen Schäumanlage. Dabei wird die Unterschicht der produzierten Polystyrolplatten aufgeschäumt und damit deren Dichte reduziert. Die für die Anwendung relevanten Produkteigenschaften sollen unverändert bleiben. Durch das Verfahren verringert sich der Materialbedarf um rund 39 Tonnen pro Jahr. Die Maßnahmen sind Teil der Klimastrategie des Unternehmens. Agoform verfolgt nach Angaben von Geschäftsführer Jan Ottensmeyer das Ziel, bis 2030 mindestens die direkten Emissionen aus eigenen Anlagen und eingekaufter Energie in Scope 1 und 2 klimaneutral zu stellen. Die Emissionen der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette in Scope 3 sollen möglichst halbiert werden. Für die Investitionen erhielt Agoform einen Zuschuss von 161.797 Euro aus dem BAFA-Förderprogramm „Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft“, Modul 4. Die Effizienz-Agentur NRW (efa) begleitete das Unternehmen bei der Auswahl geeigneter Fördermöglichkeiten und bei der Beantragung der Mittel. Das Förderprogramm unterstützt Investitionen zur Verringerung des Energie- und Ressourcenverbrauchs in Unternehmen. Im Fall von Agoform werden mit der geförderten Technik sowohl der Einsatz von Primärkunststoffen als auch die mit der Produktion verbundenen Treibhausgasemissionen reduziert. Die Effizienz-Agentur NRW berät Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zu ressourcenschonenden und zirkulären Produkten, Produktionsprozessen und Geschäftsmodellen sowie zu Finanzierungsmöglichkeiten für entsprechende Investitionen. Sie arbeitet im Auftrag des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums. Die inhabergeführte Agoform GmbH mit Sitz in Löhne produziert Kunststoffkomponenten insbesondere für die Küchenmöbelindustrie. Zum Sortiment gehören kundenspezifische Schubkasteneinsätze und Antirutschmatten. Weitere Informationen: www.agoform.de, www.efa.nrw |
Agoform GmbH, Löhne
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