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18.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Envalior: Werkstoffe für Rechenzentren, Elektromobilität und Kreislaufanwendungen

Envalior stellt auf der Fakuma 2026 Materiallösungen für Rechenzentren, Elektromobilität, Fahrerassistenzsysteme, Drohnen und Robotik vor. Weitere Schwerpunkte sind kreislauffähige Polyamide sowie die Entwicklungsdienstleistungen der "Envalior 360 Innovation Services".

Für Rechenzentren zeigt Envalior Werkstoffe für Wärmemanagement, Stromverteilung und Steckverbinder. Zum Portfolio gehören "Durethan" PA6, "Pocan" PBT mit einem CTI-Wert von 600, "Xytron" PPS, "Stanyl" CR310 mit einer Glühdrahtentflammbarkeitszahl von 960 °C sowie "ForTii" C11F als möglicher Ersatz für Duroplaste. Die Materialien sind unter anderem auf höhere Leistungsdichten und 800-V-Gleichstromarchitekturen ausgelegt.

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Für elektrische Antriebsstränge präsentiert der Werkstoffhersteller flammgeschützte Typen mit erhöhter Kriechstromfestigkeit. Komponenten für Leistungselektronik, Klemmenblöcke und E-Motor-Sammelschienen basieren auf "Pocan" PBT, "ForTii" PA4T PPA, "Xytron" PPS und "Durethan" PA6. Im Vordergrund stehen elektrische Isolierung, Dimensionsstabilität und Spannungsrissbeständigkeit im Hochvoltbereich. Eine ultradünne, umspritzte E-Motor-Isolierung aus "Stanyl" PA46 soll eine höhere Drehmomentdichte ohne größeres Motorgehäuse ermöglichen. Als Einsatzgebiete nennt Envalior neben Fahrzeuganwendungen auch Kühlventilatoren für Rechenzentren, Robotik, Drohnen und Elektrowerkzeuge.

Weitere Exponate betreffen Komponenten für Flüssigkeits- und Luftkühlsysteme aus "Akulon" PA66 und "Xytron" PPS, laserschweißbare Radarbauteile aus "Pocan" PBT und "Xytron" PPS sowie Strukturbauteile für Drohnen. Für Letztere kombiniert Envalior unter anderem leichte "Tepex"-Verbundwerkstoffe mit Vollkunststoff- und Hybridlösungen.

Im Bereich nachhaltiger Werkstoffe stellt Envalior "Xytron" B-MB vor. Der ISCC-Plus-zertifizierte PPS-Typ wird nach dem Massenbilanzansatz unter Einsatz von Altspeiseöl hergestellt. Zudem informiert das Unternehmen gemeinsam mit dem Recyclingtechnologie-Entwickler Secara über die Gewinnung von hochreinem Caprolactam aus Kunststoffen von Altfahrzeugen. Durch katalytische Depolymerisation soll daraus PA6 mit Eigenschaften auf Neumaterialniveau entstehen. Das Vorhaben zielt zugleich auf künftige Anforderungen der geplanten EU-Altfahrzeugverordnung an Rezyklatanteile in Fahrzeugbauteilen.

Die "Envalior 360 Innovation Services" bündeln Materialwissenschaft, Prüfung, Simulation, Anwendungstechnik, CAE, KI-gestützte Werkzeuge und Nachhaltigkeitsberatung. Das Angebot soll die Materialauswahl und Bauteilentwicklung über mehrere Entwicklungsphasen hinweg unterstützen.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle B4, Stand 4302

Weitere Informationen: envalior.com

Envalior GmbH, Düsseldorf

» insgesamt 7 News über "Envalior" im News-Archiv gefunden

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