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16.09.2026, 09:44 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Covestro: Pilotanlage für chemisches Recycling von Hochleistungselastomeren in Leverkusen eröffnet

Covestro hat am Standort Leverkusen eine Pilotanlage für das chemische Recycling von Hochleistungselastomeren in Betrieb genommen. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich überführt ein zuvor im Labormaßstab entwickeltes Verfahren für das Polyurethanelastomer "Vulkollan" in den Pilotbetrieb.

Im Mittelpunkt steht die Rückgewinnung chemischer Bausteine aus ausgewählten "Vulkollan"-Altmaterialien. Nach Angaben des Unternehmens können unter definierten Prozess- und Einsatzstoffbedingungen mehr als 90 Prozent des eingesetzten Altmaterials bezogen auf die Masse recycelt werden. Für das zurückgewonnene Material nennt Covestro gegenüber fossilbasiertem Neumaterial eine mögliche Verringerung des CO2-Fußabdrucks um bis zu zwei Drittel.

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"Vulkollan" wird unter anderem für Gabelstaplerrollen, Bahnpuffer, Anschlagpuffer im Automobilbereich und Komponenten zur Schwingungsdämpfung eingesetzt. Die Pilotanlage soll dazu dienen, unterschiedliche Altmaterialströme zu untersuchen, Prozessparameter zu optimieren und Daten für eine mögliche industrielle Skalierung des Recyclingverfahrens zu gewinnen.

Neben "Vulkollan" will Covestro die Anlage künftig auch für Untersuchungen an ausgewählten Spezial-Gießelastomeren und thermoplastischen Polyurethanen (TPU) nutzen. Damit erweitert das Unternehmen die Arbeiten auf weitere Elastomeranwendungen, bei denen chemisches Recycling eine Rückführung gebrauchter Materialien in den Rohstoffkreislauf ermöglichen soll.

Parallel zur technischen Verfahrensentwicklung arbeitet Covestro mit Kunden, Recycling- und Entsorgungsunternehmen, Logistikdienstleistern sowie weiteren Partnern an Sammel- und Rücknahmesystemen. Ziel ist es, geeignete Altmaterialströme in ausreichender Menge und gleichbleibender Qualität für potenzielle geschlossene Stoffkreisläufe verfügbar zu machen. Für eine spätere industrielle Umsetzung sind neben der technischen Skalierbarkeit insbesondere die Verfügbarkeit geeigneter Einsatzstoffe und die Wirtschaftlichkeit der gesamten Wertschöpfungskette maßgeblich.

Die Pilotanlage ist Teil der Aktivitäten von Covestro zur Entwicklung zirkulärer Lösungen für Polyurethan-Elastomere. Mit dem Schritt vom Labor- in den Pilotmaßstab soll nun geprüft werden, unter welchen technischen und wirtschaftlichen Bedingungen das Verfahren für eine industrielle Anwendung weiterentwickelt werden kann.

Weitere Informationen: www.covestro.com

Covestro AG, Leverkusen

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