| 05.11.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Polymaker hat mit "CymphoniK" ein Farbmischsystem für die pelletbasierte Large-Format Additive Manufacturing (LFAM) vorgestellt. Das System kombiniert sechs Basismaterialien mit einer webbasierten Software zur Farbrezeptur. Ziel ist es, kundenspezifische Farbtöne direkt beim Verarbeiter aus einer begrenzten Zahl von Ausgangsmaterialien zu erzeugen.Sechs Basispellets als Grundlage Die Materialplattform basiert auf sechs Pellettypen in Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz, Weiß und Neutral. Durch deren Mischung sollen sich unterschiedliche Farbtöne, Sättigungen sowie helle und dunkle Abstufungen einstellen lassen. Als erste Materialbasis nennt Polymaker "PETG-1213 R50". Nach Unternehmensangaben wurden dafür bislang mehr als 100 Farbrezepturen validiert. Weitere Varianten, darunter transluzente Farben, sind vorgesehen. Mit dem Ansatz adressiert Polymaker insbesondere Anwendungen, bei denen bislang kundenspezifisch eingefärbte Masterbatch- oder Compound-Lösungen beschafft werden mussten. Solche Sonderfarben sind häufig mit Mindestbestellmengen und längeren Vorlaufzeiten verbunden. Beim neuen System werden die benötigten Farbanteile stattdessen aus den sechs Standardkomponenten zusammengestellt. Software berechnet Mischungsverhältnisse Zur Materialplattform gehört die Online-Anwendung "CymphoniK Palette". Sie enthält eine Bibliothek vorab geprüfter Farbrezepturen und berechnet die Mischungsverhältnisse der sechs Basismaterialien. Für kundenspezifische Farben können Zielwerte unter anderem über CIE-Lab-Koordinaten, RGB- oder CMYK-Werte sowie über eine visuelle Farbauswahl definiert werden. Ein KI-basiertes Prognosemodell ermittelt daraus das erforderliche Mischungsverhältnis der Ausgangsmaterialien. Validierung über Delta-E-Farbabstand Zur Kontrolle der Farbübereinstimmung vergleicht Polymaker gedruckte Prüfkörper mit den digitalen Zielwerten anhand des Delta-E-Verfahrens. Damit wird die Differenz zwischen Soll- und Ist-Farbwert quantifiziert. Konkrete Grenzwerte für die zulässige Abweichung nennt das Unternehmen in der Mitteilung nicht. Nach Angaben von Polymaker wurde das System außerdem auf verschiedenen Pelletdruckern und Extruderkonzepten erprobt. Die Versuche erfolgten mit unterschiedlichen Schnecken- und Extrudergeometrien, um die Mischqualität über verschiedene LFAM-Hardwareplattformen hinweg zu prüfen. Namen der beteiligten Maschinenhersteller werden nicht genannt. Vorstellung auf der Formnext 2026 Die erste Ausführung der sechs "CymphoniK"-Pellets sowie die Software "CymphoniK Palette" sollen im November 2026 auf der Formnext in Frankfurt vorgestellt werden. Polymaker kündigt dort Anwendungsbeispiele und Live-Demonstrationen der Software an. Das System verlagert die Einstellung kundenspezifischer Farben stärker vom Materiallieferanten zum Anwender. Für großformatige additive Fertigung kann dies insbesondere bei kleinen Stückzahlen, häufig wechselnden Farbanforderungen oder markenspezifischen Farbtönen relevant sein. Technisch entscheidend sind dabei die Reproduzierbarkeit der Mischungsverhältnisse, die Homogenität im Extrusionsprozess und die erreichbare Farbabweichung auf unterschiedlichen Maschinenplattformen. Formnext 2026, Frankfurt a.M., 17.-20. November 2026, Halle 12.1, Stand C21 Weitere Informationen: polymaker.com |
Polymaker B.V., Houten, Niederlande
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