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26.10.2026, 11:42 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Gume: Auftragseingang nach Generationswechsel um 30 Prozent gestiegen

Die Geschäftsführer der Gume GmbH, Marius Maier (l.) und Michael Obermeyer (r.), haben das Unternehmen im September 2025 übernommen - (Bild: Gume).
Die Geschäftsführer der Gume GmbH, Marius Maier (l.) und Michael Obermeyer (r.), haben das Unternehmen im September 2025 übernommen - (Bild: Gume).
Die Gume GmbH aus Ostermünchen im Landkreis Rosenheim hat ihren Auftragseingang rund ein Jahr nach dem Generationswechsel nach eigenen Angaben um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Zugleich wurde die Kapazität des unternehmenseigenen Werkzeugbaus seit der Übernahme im September 2025 verdreifacht. Der Hersteller technischer Gummi- und Verbundformteile beschäftigt rund 45 Mitarbeitende.

Führungswechsel und Prozessorganisation
Im September 2025 übernahmen Marius Maier und Michael Obermeyer das 1990 gegründete Unternehmen von Lorenz Kotter, der den Betrieb 35 Jahre geführt hatte. Der Wirtschaftsingenieur Maier verantwortet Verwaltung und Unternehmensentwicklung, der Maschinenbauingenieur Obermeyer Technik, Werkzeugbau und Fertigung. Die neue Geschäftsführung setzt bei der Weiterentwicklung des Betriebs auf Verfahren aus Lean Six Sigma und der Strategieberatung.

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Seit der Übernahme wurden ein CRM-System und eine digitale Betriebsdatenerfassung (BDE) eingeführt sowie die IT auf die "Microsoft Cloud" umgestellt. In der Fertigung sollen tägliche Shopfloor-Rundgänge, Shopfloor-Boards und "Andon"-Signalleuchten Prozessabweichungen sichtbar machen. Ein betriebliches Vorschlagswesen dient der kontinuierlichen Verbesserung (KVP). Im Vertrieb wurden der Internetauftritt überarbeitet und eine Wissensdatenbank aufgebaut. Bis Oktober 2026 lag die Zahl der erstellten Angebote nach Unternehmensangaben bereits um 50 Prozent über dem Wert des bisherigen Rekordjahres.

Werkzeugbau, Musterteile und Lieferzeiten
Gume fertigt sowohl die für die Produktion benötigten Werkzeuge als auch Einlegeteile im eigenen Betrieb. Nach Unternehmensangaben können erste Musterteile in etwa zwei Wochen und Serienteile in rund vier Wochen bereitgestellt werden. Aufgrund hoher Auftragsbestände liegen die aktuellen Lieferzeiten für Neuteile trotz jüngst erweiterter Fertigungskapazitäten allerdings bei drei bis vier Monaten. Das Unternehmen beabsichtigt, diese Fristen in den kommenden Monaten wieder zu verkürzen.

Personalentwicklung und Produktspektrum
Zur Gewinnung von Fachkräften beteiligt sich Gume an regionalen Ausbildungsmessen und Berufsinformationstagen, arbeitet mit der Berufsschule Wasserburg und der Technischen Hochschule Rosenheim zusammen und besetzt Stellen über Onlineausschreibungen. Der Betrieb bildet Kunststoff- und Kautschuktechnologen der Fachrichtung Formteile sowie Werkzeugmechaniker aus. Zur Mitarbeiterbindung gehört unter anderem ein Firmenfitness-Angebot über "Wellpass".

Gume entwickelt und produziert kundenspezifische Formteile aus Gummi, Silikon und thermoplastischen Elastomeren (TPE) sowie Gummi-Metall-, Gummi-Kunststoff- und Gummi-Gewebe-Verbundteile. Abnehmer sind unter anderem Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Medizintechnik sowie der Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie.

Weitere Informationen: www.gume.de

Gume GmbH, Ostermünchen

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