| 07.03.2008 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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In Mexiko wachsen die Absatzchancen deutscher Chemie- und Pharmaexporteure, denn die heimische Chemieindustrie kann den Bedarf kaum decken. Wurden 1996 noch 67% der vor Ort verbrauchten Chemieprodukte durch nationale Hersteller geliefert, waren es 2006 lediglich 35% laut dem Branchenverband ANIQ. Deutschland lieferte 2006 chemische und pharmazeutische Produkte im Wert von 1,5 Mrd. US$ nach Mexiko. Gefragt sind unter anderem Derivate von Kohlenwasserstoffen sowie chemische Ausgangs- und Zwischenprodukte daraus. Die Chemieindustrie Mexikos ist aufgeteilt in anorganische Basischemie, Kunststoffe und synthetischer Kautschuk, Kunstfaser, Klebemittel, Agrarchemie und Düngemittel, Lacke und Farben sowie die Petrochemie. Solide Zuwachsraten werden künftig für die Absatzchancen deutscher Unternehmen in Mexiko für Kunststoffe erwartet. Ausgangspunkt ist die Konjunktur in den Bereichen Bauwirtschaft, Möbelindustrie, Elektrohausgeräte und Kfz-Industrie. Ein hohes Wachstumspotenzial besteht ebenfalls für Artikel der Bautischlereibranche (Fensterrahmen, Teile für Türen, Rollos und andere Fenstervorhänge). In der Schuhindustrie kann PVC zu einem Material werden, das immense Kosten sparen hilft. Fußbodenbeläge aus PVC werden im sozialen Wohnungsbau (1,5 mm-Profil) sowie in Geschäftsräumen und medizinischen Einrichtungen (3 mm-Profil) verlegt. Weniger rosig sieht die wirtschaftliche Zukunft der Plastisole-Erzeuger aus. So stellen inzwischen einige Unternehmen dieses Material für den Eigenbedarf her und haben damit dem Markt Nachfrage entzogen. In Folge hat sich ein Preiskampf entfacht, der die Margen auf ein Minimum schrumpfen ließ. Mit der Spielzeugindustrie hat sich außerdem einer der wichtigsten Abnehmer von Plastisolen fast vollständig verabschiedet. Ungebrochen gut läuft dagegen die Nutzung von Plastisolen zur Herstellung von Kfz-Filtern (Öl, Diesel, Luft) sowie zur Beschichtung von Metallen. Vorteile bietet Mexiko als Produktionsstandort aufgrund seines mit 104 Mio. Einwohnern umfangreichen Binnenmarktes und der Möglichkeit, ungehindert in die USA und nach Kanada im Rahmen der NAFTA exportieren zu können. Darüber hinaus bestehen Freihandelsabkommen mit weiteren 42 Staaten, darunter mit der Europäischen Union. Mexiko importierte 2007 chemische Erzeugnisse (HS-Abschnitt VI ohne Kapitel 36 und 37) im Wert von 19,9 Mrd. US$. Im Vergleich zum Vorjahr entsprach das einer Steigerung um 13% (Einfuhren 2006: 17,6 Mrd. US$). Werden Kunststoffe und Waren daraus hinzugezogen, betrugen 2006 die Lieferungen aus dem Ausland 33,5 Mrd. US$. Die Importe aus Deutschland in Höhe 1,5 Mrd. US$ hatten daran einen Anteil von 4,5%. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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