| 25.03.2008 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Den neu entwickelten Bottleformer BF 70 wird die Illig Maschinenbau GmbH & Co. KG (www.illig.de) der Öffentlichkeit erstmals zur Interpack (www.interpack.com) präsentieren. Dieser Thermoformer ermöglicht laut Hersteller das kostengünstige Herstellen von Flaschen für Joghurt, Saft, Gemüse und isotonische Getränke. Hohe Variabilität erhalten die Produktdesigner durch die Möglichkeit der Anlage mit Hinterschnitten zu arbeiten. Unterschiedliche Volumina sind je nach Design realisierbar. Die Maschine soll in Aufbau und Bedienerfreundlichkeit neue Maßstäbe im Thermoforming setzen. Die für die Molkereiindustrie konfigurierte Anlage bietet dem Anwender laut Anbieter neben der üblichen Produktionssicherheit die Möglichkeit, mit kurzen Umrüstzeiten und flexibler Ausstattung verschiedene Flaschenformen herzustellen. Neue Prozessabläufe ermöglichen trotz geringer Ausgangsfläche und hoher Ziehtiefe die gleichmäßige Wanddicken. Optisch sind zwischen geblasenen und thermogeformten Flaschen keine Unterschiede erkennbar. Allerdings kommt bei marktgerechter Stabilität der thermogeformten Flasche nur die Hälfte des Gewichts eines vergleichbaren geblasenen Behälters auf die Waage. 1,4 Millimeter Folie sind ausreichend Der Bottleformer zieht die Folie von der Rolle. Sie wird erwärmt und in der Formstation tiefgezogen, dabei mechanisch vorgestreckt und mit steriler Druckluft ausgeformt. Über mehrere Takte erwärmen formatabhängige Kontaktheizplatten stufenweise die Folie auf die optimale Formtemperatur. Nur die Oberflächen der zu verformenden Folie werden erhitzt, die dabei entstehenden, unbeheizten Stege minimieren den Schrumpf des Packungsbandes in Längs- und Querrichtung. Bei Maschinenstillstand heben die Heizplatten automatisch ab und verhindern somit das Überhitzen der Folie. Durch Einsatz von entsprechenden Werkzeugen, in Verbindung mit einem Servo-Vorstrecker und speziellen Steuerungszyklen der Formluft gelingt es, aus einer Folienstärke von 1,4 Millimeter Flaschen mit ausreichender Stabilität (Top load) zu ziehen. Die Standard – Top load – Werte von 90 Newton werden übertroffen. Die Werkzeug-Beweglichkeit und der Einzugsbereich der Folie macht eine Reihenanordnung der Flaschen möglich, in der Regel 2-reihig, quer zur Durchlaufrichtung der Maschine. Aufgrund des notwendigen Raums für die Werkzeugöffnung kann die Formfläche, abhängig von der Flaschenform, bis zu 20-fach genutzt werden. Die Flaschen werden üblicherweise dekoriert. Dies geschieht mit einem „Sleeve“ der von unten über die Flasche geschoben wird, oder im Anschluss an das Befüllen. Bei nachträglicher Dekoration wird anstelle von einem Sleeve ein Roll-fed-Label verwendet. Es ist preisgünstiger, bedingt allerdings die Anordnung der Flaschen in einer Reihe und ist aufgrund der geringen Schrumpfwerte bei taillierten Flaschen nicht anwendbar. Nach dem Ausstanzen der Flaschen verbleibt ein sortenreines Stanzgitter, das recycelt werden kann. Versiegelt werden die Flaschen mit vorgestanzten Alu-Ronden die einen etwas größeren Durchmesser haben, als die Öffnung am Flaschenhals. Die Anlage arbeitet mit 25 Takten/Minute, bei 20 Flaschen pro Maschinentakt entspricht das einer Gesamtleistung von rund 30.000 Flaschen pro Stunde und damit der Leistung einer herkömmlichen Standard-Füll- und Schließanlage. Ein weiterer Vorteil der thermogeformten Flasche ist der außen liegende Rand. Er lässt sich beim Siegeln unterstützen, sorgt so für eine glatte Siegelfläche und die Flasche ist zuverlässig und sicher verschlossen. Die Maschine ist aus Edelstahl gefertigt und deshalb auch für die direkte Verkettung mit vorhandenen Füll- und Schließmaschinen in Molkereien geeignet. Interpack 2008, Düsseldorf, 24.-30. April 2008, Halle 11, Stand 11C54 |
ILLIG Maschinenbau GmbH & Co. KG, Heilbronn
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