| 16.02.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Kunststoffindustrie ist mit über 14.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von ca. 1,6 Mrd. Euro eine bedeutende Wachstumsbranche in OWL. Der Bildungsstand der hier beschäftigten Mitarbeiter wird wesentlich darüber entscheiden, ob diese Unternehmen sich zukünftig wettbewerbsfähig erweisen. Dafür ist ein überbetrieblicher Wissenstransfer zwingend notwendig. Deswegen haben der Kreis Lippe mit seinem technischen Lüttfeld-Berufskolleg und der Lippe Bildung eG (www.lippe-bildung-eg.de) sowie der Hochschule OWL die Idee eines Kunststoff-Instituts für OWL entwickelt. Mit der Förderung durch das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 843.000 Euro wird diese Idee nun Wirklichkeit. Integriertes Qualifizierungsangebot „Die Qualifizierung der Fachkräfte für die heimische Kunststoffindustrie findet vom Gesellen bis zum Ingenieur auf verschiedenen Ebenen statt“, erklärt Landrat Friedel Heuwinkel. „Am Standort Lemgo bieten wir heute schon ein breites Qualifizierungsspektrum an, das wir mit dem neuen Kunststoffinstitut noch weiter ausbauen.“ Das entspricht auch der sog. Clusterstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen. „Aus Sicht des Landes suchen wir landesweit Projekte, die zum einen überregionale Bedeutung haben und zum anderen auf bereits vorhandene Kompetenzen aufbauen“, erläutert Josef Wegener von der Detmolder Bezirksregierung die Förderentscheidung. „Das neue Kunststoffinstitut in Lemgo verbindet diese beiden Aspekte vorbildhaft miteinander und stärkt so den Kunststoffstandort OWL und damit auch NRW“, so der Wirtschaftsdezernent weiter. Das Institut setzt dabei auf ein integriertes Qualifizierungsangebot für Gesellen und Meister ebenso wie für Techniker und Ingenieure. Daneben soll das Institut mit dem Namen „I-KU OWL“ eine Plattform für fachlichen Austausch, Vernetzung und Beratung bieten. Träger des I-KU OWL wird die Bildungsgenossenschaft Lippe Bildung eG sein. „Mit einem Eigenanteil von rund 210.000 Euro investiert der Kreis Lippe damit insgesamt über eine Mio. Euro in den Kunststoffstandort OWL“, resümiert Genossenschaftsvorstand Markus Rempe. Intelligente Qualifizierungskonzepte gesucht In enger Zusammenarbeit mit dem Eigenbetrieb Schulen des Kreises Lippe geht es nun an die Herrichtung der notwendigen Räumlichkeiten. „Um die erforderlichen Maschinen unterzubringen, wird der Kreis Lippe Werkstatträume des Handwerksbildungszentrums übernehmen und entsprechend umbauen“, stellt Betriebsleiter Klaus Kuhlmann in Aussicht. Neben den Bauarbeiten stehen die I-KU-Macher jetzt vor der Aufgabe, ein Qualifizierungsangebot zu entwickeln, das von den heimischen Kunststoffbetrieben angenommen wird. „Wir wollen das Ohr ganz nah an den Unternehmen haben und dort unterstützen, wo es wirklich notwendig ist. Dazu reicht ein Maschinenpark alleine nicht aus – wir brauchen intelligente Qualifizierungskonzepte und wollen gerade auch Jugendliche für einen Ausbildung in dieser Branche gewinnen. Hierzu haben wir bereits viel versprechende Vorgespräche geführt“, so Markus Rempe. „Gerade in Zeiten der Krise ist das I-KU OWL das richtige Signal unserer Wirtschaftsförderung an die heimischen Betriebe“, ist sich Landrat Heuwinkel sicher. |
Lippe Bildung eG, Lemgo
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