| 10.03.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Start einer industriellen Synthese-Anlage bei Petopur in Schwarzheide Ein neues Synthese-Verfahren zur Gewinnung von Polyol aus PET-Materialien wendet die Petopur GmbH (www.petopur.de) nun industriell an. Verarbeitet werden saubere und sortenreine PET-Materialien, wie zum Beispiel PET-Flakes, PET-Produktionsabfälle und PET-Folien. Die Jahrestonnage wurde auf 4.000 Tonnen Polyol (APP) für die Hartschaumverarbeitung ausgelegt. Der Produktionsbeginn fand am 27.2.2009 im Beisein von rund 30 Vertretern aus Politik und der Wirtschaft statt. Die Anlagentechnik und die Verfahrensentwicklung des neuen Werkes stammen von der H&S Anlagentechnik GmbH (www.hs-anlagentechnik.de). Kernstück der Anlage ist ein Reaktor, der den Syntheseprozess von PET in ein APP (APP=Aromatisches Polyesterpolyol) vollzieht. Die PET-Materialien werden oberhalb des Reaktors zugeführt und verwogen. Die Prozessmenge wird dann in den Reaktor eingebracht und unter Zuführung von DEG (Diethylenglycol) thermisch und mechanisch mittels Rührwerk behandelt. Dabei entsteht als Endprodukt ein hochreines Polyol. Nach Auskunft von Joachim Prüger, Geschäftsführer der Petopur GmbH, arbeitet das System vollkommen geschlossen, ohne den Anfall von Abfällen und mit einem hohen Energierückgewinnungsfaktor durch den Einsatz von Wärmetauschern in den einzelnen Prozessstufen. Mit Hilfe der Wärmetauscher wird Prozesswärme zurück gewonnen und dem folgenden Batch wieder zugeführt. Das hochreine APP bietet, so Joachim Prüger, wegen der positiven Grundeigenschaften des PET einige Vorzüge für PU-Hartschaumverarbeiter gegenüber konventionellem Polyol: Integrierter Flammschutz, geringere Dichte des Hartschaumes (mit bis zu 5 % Materialeinsparung), sehr geringe Säurewerte, hohe Lagerstabilität, besserer Lambda-Wert (Wärmekoeffizient/Isolationsfaktor) und eine um mindestens 20 % höhere Druckfestigkeit der aus dem Polyol hergestellten Hartschäume. Nach Aussage von Petopur werden zu einem sehr attraktiven Preis nun signifikant bessere Endprodukteigenschaften möglich. Die Angaben zu den Eigenschaften des APP und der daraus hergestellten Hartschäume basieren auf dem Gutachten eines externen Prüfinstitutes. Neben der Herstellung des Basis-Polyols formuliert Petopur für die Hartschaumindustrie auch System-Polyole nach Kundenwunsch. Teil des Konzepts der H&S Anlagentechnik bei Petopur ist ein kompaktes Blending-Modul. Beim Blending werden bestimmte Eigenschaften mittels Additiven, Farbe oder Flammschutz, weiter erhöht, sowie nach Kundenwunsch eingestellt. Ziel dieser anwendungstechnischen Spezialisierung des Unternehmens sei eine perspektivische Systemformulierung für den Mittelstand. Über Petopur Knapp 3 Mio. EUR investierte die 2008 gegründete Petopur GmbH am Standort Schwarzheide, zwölf Arbeitsplätze werden damit geschaffen. Die Petopur GmbH ist auf dem BASF-Gelände in Schwarzheide (Brandenburg) ansässig. Die modulare Anlage der H&S Anlagentechnik, Sulingen, wurde im Oktober 2008 geliefert und bis Ende 2008 aufgebaut. Der Probebetrieb startete im Januar 2009. Über H&S Anlagentechnik Die H&S Anlagentechnik verbindet seit mehr als 20 Jahren eine intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der PUR-verarbeitenden Industrie zur Steigerung der Flexibilität und Wirtschaftlichkeit. In modernen Produktionsstätten entwickelt und fertigt das Unternehmen Anlagen und Verfahrenstechniken, die PU-Verarbeitern das wirtschaftliche, produktionssichere und umweltgerechte Lagern, Dosieren, Mischen und Formulieren von Polyurethanen ermöglichen. Auf dem Gebiet des chemischen Recyclings von Polyurethan- und PET-Abfällen bietet H&S Anlagentechnik die verfahrenstechnische und chemische Technologie zur Herstellung von unterschiedlichen Polyolqualitäten. Bild: Inbetriebnahme in Schwarzheide: Ralf Knief (H&S Anlagentechnik) übergibt die Anlage an Joachim Prüger (Petopur). |
H & S Anlagentechnik GmbH + Petopur GmbH, Sulingen + Schwarzheide
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