| 23.07.2009 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Gläubigerausschuss des insolventen Automobilzulieferers Plastal GmbH, Weißenburg, hat am 21. Juli 2009 grünes Licht für den konkreten Verkaufsprozess gegeben. Der Ausschuss, dem auch der Gesamtbetriebsratsvorsitzende und ein Vertreter der Gewerkschaft IGBCE angehören, hat zugestimmt, dass mit mehreren Interessenten parallele Detailverhandlungen aufgenommen werden. Über die Namen dieser potentiellen industriellen Investoren und Finanzinvestoren aus dem In- und Ausland soll Stillschweigen bewahrt werden. Die Kandidaten wurden aus einer Liste von Unternehmen ausgewählt, die gegenüber der PricewaterhouseCoopers Corporate Finance Beratung GmbH, Frankfurt, (PwC) Interesse an einem Einstieg bekundet haben. PwC ist vom Insolvenzverwalter Dr. Siegfried Beck (Kanzlei Beck & Partner, Nürnberg, www.ra-dr-beck.de) mit dem Verkaufsprozess beauftragt, der jetzt forciert und innerhalb weniger Monate abgeschlossen werden soll, heißt es in einer Mitteilung des Insolvenzverwalters. Der Systemanbieter Plastal beschäftigt in Deutschland aktuell 1.900 Personen in sechs Werken und produziert Kunststoffprodukte wie Stoßfänger und Armaturenteile für alle großen deutschen sowie etliche Automobilhersteller in Europa. Die beiden rechtlich selbständigen Tochtergesellschaften in Spanien und Frankreich sind nicht im Insolvenzverfahren. Diese Werke mit insgesamt weiteren 1.200 Beschäftigen sollen im Rahmen des Verkaufs an den gleichen Eigentümer übergehen. Investoren setzen vorherige Restrukturierung im Inland voraus Alle Interessenten haben zur Bedingung gemacht, dass Plastal vor Übernahme einen Restrukturierungsprozess in den inländischen Werken Essen, Pappenheim, Reinsdorf, Renningen und Weißenburg durchläuft und dass die Übernahme durch Förderprogramme der öffentlichen Hand begleitet wird. Einzellösung für das Werk in Sinntal-Sterbfritz angestrebt Im Rahmen des Sanierungsplanes muss für das Werk Sinntal-Sterbfritz, das technisch in der Automobilindustrie nicht mehr konkurrenzfähig ist, eine Einzellösung gesucht werden. Eine Arbeitsgruppe aus allen Beteiligten wird für Sinntal-Sterbfritz Produktionschancen prüfen. Ziel ist, dort möglichst viele der rund 300 Arbeitsplätze zu erhalten. Insolvenzverwalter Beck sieht gute Chancen für einen erfolgreichen Abschluss der Verkaufsverhandlungen. Beck betonte: „Positiv wird von möglichen Investoren gesehen, dass während des Insolvenzverfahrens alle Planzahlen erreicht wurden und sich die wirtschaftlichen Eckdaten leicht verbessert haben“. Durch die mit den Automobilherstellern geschlossenen Fortführungsvereinbarungen ist bis Jahresende die Beschäftigung in allen sechs Werken gesichert. Plastal hatte einen Tag nach der schwedischen Muttergesellschaft im März Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt (Siehe auch plasticker-News vom 9.3.2009); Insolvenzeröffnung war am 1. Juni 2009. Inzwischen sind alle vertraglichen Verbindungen zur Muttergesellschaft gelöst. |
Plastal GmbH, Weißenburg
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