| 04.12.2009 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Vorbereitungen für den geplanten Betriebsübergang in eine neue Gesellschaft, deren Anteile vom Insolvenzverwalter gehalten werden, laufen reibungslos. Der Terminplan mit dem Stichtag zum 1. Januar 2010 kann trotz des abgebrochenen Verkaufsprozesses mit den bisher vorgesehenen Investoren eingehalten werden. Das neue Unternehmen wird über eine sehr gute Kapitalausstattung verfügen. "Den neuen Unternehmensnamen werden wir noch bekannt geben, aber er wird mit Sicherheit den Markennamen Trevira beinhalten, um das entsprechende Signal in den Markt zu geben", kündigt Insolvenzverwalter Werner Schneider an. Der Prozess des Betriebsübergangs war schon in der Phase des geplanten Verkaufs minutiös vorgeplant worden und kann nun praktisch unverändert umgesetzt werden. Der einzige Unterschied besteht darin, dass als Hauptgesellschafter des neuen Unternehmens nicht die Investoren fungieren, sondern nunmehr die Insolvenzmasse vertreten durch den Insolvenzverwalter. "Für die Mitarbeiter wird es durch den gestoppten Verkaufsprozess keinerlei Änderungen gegenüber dem ursprünglich geplanten Vorgehen geben", stellt Schneider klar. Restrukturierung sichert Bestand des Unternehmens Die zum Beginn des Insolvenzverfahrens eingeleiteten Maßnahmen der Restrukturierung werden konsequent weiter umgesetzt. Die Standorte der Trevira Gruppe bleiben erhalten und setzen ihre Produktion unverändert fort, wobei die Entflechtung der nicht zur neuen Gesellschaft übergehenden Einheiten in Dänemark und Belgien wie geplant fortgesetzt wird. "Wir bekommen vom Markt unverändert gute Signale und sehen uns für die Zukunft auch dank der Restrukturierung sehr gut aufgestellt", so Schneider weiter. Das Geschäft im November habe sich positiv entwickelt. Es bleibe auch bei der Prognose, dass das neue Unternehmen im Jahr 2010 ein positives operatives Ergebnis erreichen wird. Auftragslage und Ertragsstruktur sind sehr erfreulich, so dass die Produktion auf dem bisherigen Niveau weiter erfolgen kann. Dies sichert auch die Produktionsstandorte und die dort vorhandenen Arbeitsplätze. „Wir brauchen jetzt Ruhe im Unternehmen und werden uns auf unsere eigenen Stärken konzentrieren, bevor wir die Suche nach einem neuen Investor wieder aufnehmen“, kündigt Schneider an. „Die neue gesellschaftsrechtliche Struktur ermöglicht uns eine Entflechtung der finanziellen Beziehungen und macht uns erheblich flexibler“, so Schneider weiter. „Das neue Unternehmen wird über ausreichend Eigenkapital verfügen, so dass die Stabilisierung des Geschäfts, unsere Lieferfähigkeit sowie die noch notwendigen Maßnahmen zur Restrukturierung gesichert sind. So werden wir auch das Vertrauen der Kunden und Lieferanten wieder zurückgewinnen.“ Uwe Wöhner wird Geschäftsführer des neuen Unternehmens Unmittelbar nach dem Abbruch der Verkaufsverhandlungen hat Insolvenzverwalter Schneider mit dem früheren Trevira Geschäftsführer Uwe Wöhner Kontakt aufgenommen und ihn mit der Führung der neuen Gesellschaft betraut. „Herr Wöhner hat in der Phase der Verkaufsvorbereitungen sehr gute Arbeit geleistet und das Unternehmen wieder schlagkräftig gemacht. Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten vertrauen ihm und das ist in der aktuellen Situation sehr wichtig", erläutert Schneider seine Entscheidung. „Die Mannschaft der Trevira hat in den vergangenen Monaten seit dem Insolvenzantrag beinahe Übermenschliches geleistet, um das Unternehmen wieder flott zu machen und am Markt Anteile zurück zu gewinnen“, so Schneider weiter. „Mein Ziel ist und war es immer schon die Trevira eigenständig am Markt zu erhalten und den Mitarbeitern somit eine Perspektive für die Zukunft zu geben. Die Voraussetzungen hierzu sind besser als je zuvor. Dies ist der Grund für meine Entscheidung in meine neue / alte Verantwortung zurückzukehren“, erklärt Wöhner. Weitere Informationen: www.trevira.com |
Trevira GmbH i.L., Bobingen
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