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05.11.2026, 10:58 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Covestro: Neue Reaktorlinie in Meppen schafft zusätzliche Kapazitäten für Polyesterharze

Der Produktionsstandort von Covestro in Meppen - (Bild: Covestro).
Der Produktionsstandort von Covestro in Meppen - (Bild: Covestro).
Covestro hat am 3. November 2026 am Standort Meppen eine neue Produktionslinie für Polyester-Kunstharze eingeweiht. Mit der zusätzlichen Reaktorlinie schafft der Kunststoffhersteller Kapazitäten im zweistelligen Kilotonnenbereich. Das über mehrere Jahre umgesetzte Investitionsprojekt umfasst mehrere Millionen Euro. Nach Unternehmensangaben soll der Ausbau die Versorgung des europäischen Marktes mit Polyesterharzen für Beschichtungen, Verpackungen und industrielle Anwendungen erhöhen.

Die neue Anlage ist in die GMP-konforme Produktionsinfrastruktur (Good Manufacturing Practice) des Werks eingebunden. Die damit verbundenen Vorgaben für Herstellungsverfahren und Dokumentation dienen einer gleichbleibenden Produktqualität und sind insbesondere für Beschichtungsanwendungen mit Lebensmittelkontakt relevant. Der Reaktor ist für die Produktion hochmolekularer und Standard-Polyesterqualitäten sowie von Alkyd- und Acrylharzen ausgelegt. Daneben lassen sich Zwischenprodukte für Polyurethandispersionen herstellen.

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Die am Standort gefertigten Harze werden unter den Markennamen "Uralac", "Uradil", "Hybrane" und "NeoRez" vertrieben. Einsatzgebiete sind unter anderem Dosen- und Bandbeschichtungen (Can- und Coil-Coatings), industrielle Beschichtungen und Klebstoffe. Die erweiterte Produktpalette und die zusätzliche Kapazität sollen dem steigenden Bedarf an Harzen für regulatorisch anspruchsvolle Anwendungen in Europa Rechnung tragen.

Parallel zum Aufbau der Reaktorlinie wurden bestehende Einrichtungen modernisiert. Dazu zählen eine neue LKW-Befüllanlage, eine vollautomatisierte Fassabfüllung und eine Wärmerückgewinnungsanlage zur erneuten Nutzung von Prozesswärme. Aufgrund der höheren Nachfrage nach den in Meppen hergestellten Produkten besetzt Covestro zusätzliche Stellen in Produktion, Abfüllung und Versand. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt.

Der Standort Meppen besteht seit 1956 und gehört seit 2021 zu Covestro. Damals übernahm das Unternehmen das Werk im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbereichs "Resins & Functional Materials" von Royal DSM. Mehr als 100 Beschäftigte einschließlich Auszubildender stellen dort Polyester, Alkyde, Acrylate und Polyurethandispersionen für die Farben-, Lack- und Verpackungsindustrie her.

Covestro erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 12,9 Milliarden Euro. Ende 2025 beschäftigte der Konzern weltweit rund 17.600 Mitarbeitende in Vollzeitäquivalenten und betrieb 46 Produktionsstandorte.

Weitere Informationen: www.covestro.com

Covestro AG, Leverkusen

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