| 08.02.2013, 06:11 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der BOPP-Folienhersteller Treofan mit Sitz im hessischen Raunheim will in den kommenden Jahren weltweit deutlich wachsen. Das sagte CEO Peter Vanacker bei einem Pressegespräch am Donnerstag in Frankfurt am Main. Vanacker war im September vergangenen Jahres von der Bayer AG gekommen. Seitdem hat er eine neue Wachstumsstrategie skizziert und ein international besetztes Führungsgremium geschaffen, dem mit dem Briten Mark Neville (EVP Geschäftsbereich Treopore), dem Franzosen Pascal Roger (EVP Manufacturing Operations) und dem Niederländer Yvo van Vliet (EVP Commercial Operations) auch drei externe Neuzugänge angehören. „Strategie ruht auf drei Säulen“ Die Strategie ruht den weiteren Angaben nach auf drei Säulen: Zum einen will Treofan die traditionell engen Beziehungen zu führenden Markenherstellern noch weiter vertiefen, um ein gemeinsames Verständnis zukünftiger Herausforderungen und möglicher Lösungsansätze zu entwickeln. Darauf basierend soll, zweitens, das Innovationstempo weiter erhöht werden – insbesondere mit Blick auf höherwertige Marktsegmente. Im Verpackungsbereich gehören dazu beispielsweise Etiketten, die in Spritzguss-Verpackungen integriert werden, sogenannte „In-Mold-Labels“. Daneben verspricht das Segment „Technische Folien“ deutliche Expansionsmöglichkeiten bei elektronischen Anwendungen etwa auf den Zukunftsfeldern Elektromobilität und Alternative Energien. Dafür will Treofan die jährlichen Investitionen in Forschung und Entwicklung um rund 20 Prozent erhöhen. Drittens will sich Treofan noch internationaler ausrichten mit einer, so Vanacker, „intelligenten Struktur“, die in jedem Markt die individuell beste, an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichteten Lösung sucht. Diese könne vom Aufbau eigener Produktionskapazitäten über Akquisitionen bis zu lokalen Partnerschaften reichen. So verhandelt das Unternehmen derzeit einen möglichen Einstieg beim indischen Folienhersteller Max Speciality Films. „Geschäft außerhalb Europas soll steigen“ Mittelfristig soll der Anteil des Geschäfts außerhalb Europas, das derzeit rund 40 Prozent des Gruppenumsatzes ausmacht, deutlich steigen. „Das wirklich dynamische Marktwachstum findet außerhalb Westeuropas und der USA statt, insbesondere in Asien und Lateinamerika“, sagt Peter Vanacker. „Wir sind heute bereits in 90 Ländern weltweit aktiv. Diese Expertise werden wir nutzen, um unsere Stellung global weiter auszubauen.“ Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der Unternehmensausrichtung Integraler Bestandteil der neuen Unternehmensausrichtung sei das Thema Nachhaltigkeit - vom globalen Energiemanagement innerhalb der eigenen Fertigungskette bis zur Lebenszyklusanalyse der Endprodukte. „Unsere Produkte können auf vielen Ebenen zu nachhaltigerem Wirtschaften beitragen“, erläutert Vanacker. „Das beginnt beim Energie- und Rohstoffeinsatz für die eigene Produktion und endet beispielsweise damit, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden, weil gute Verpackungen sie länger frisch halten.“ Über Treofan Treofan gehört nach eigenen Angaben mit rund 1.200 Mitarbeitern, einer jährlichen Produktion von knapp 200.000 Tonnen und einem Umsatz von etwa einer halben Milliarde Euro zu den größten BOPP-Herstellern weltweit. Das Unternehmen produziert an vier Standorten in Neunkirchen im Saarland, Battipaglia und Terni (beide Italien), und Zacapu (Mexiko). Die zentrale Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist in Neunkirchen angesiedelt. Weitere Informationen: www.treofan.com |
Treofan Group, Raunheim
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