| 26.08.2004 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Verband der europäischen Biokunststoffindustrie IBAW (www.ibaw.org) konstatiert ein erfreuliches Wachstum der Branche. Nach seiner Schätzung belief sich der Verbrauch von Biokunststoffen auf annähernd 40.000 Tonnen im Jahr 2003, dies bedeutet eine Verdopplung gegenüber 2001. Darin eingeschlossen sind erdölbasierte Anteile und Werkstoffe, die vollständig biologisch abbaubar sind. Sie werden für die Gebrauchstauglichkeit heute oft noch benötigt. Die Hersteller setzen jedoch auf nachwachsende Rohstoffe nach der Devise "soviel wie technisch möglich". Pflanzenstärke, Zellulose und Pflanzenöl dominieren heute bereits die Rohstoffbasis, ihr Anteil soll weiter wachsen. Durch den sinkenden Erdölanteil im Produkt nimmt die Abhängigkeit der Biokunststoffe vom Erdölpreis ab und verwandelt sich zunehmend in einen Vorteil gegenüber den marktbeherrschenden Standardkunststoffen. Als erdölbasierte Produkte konkurrieren diese mit der Energiegewinnung und dem weltweit wachsenden Verkehr um die endliche Ressource Erdöl. "Zuerst hat die Industrie reagiert, Chemie- und Kunststoffindustrie verfolgen die Innovation Biokunststoffe mit zunehmender Intensität", stellt Harald Käb, Vorsitzender der IBAW, fest. Nun reagiert auch die Politik, wie die jüngsten Diskussionspapiere der Bundestagsfraktionen zeigen: Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe für technische Produkte soll zukünftig ebenfalls unterstützt werden. Die Nutzung von Biomasse als Kraftstoff oder Energieträger zur Stromgewinnung boomt heute aufgrund der förderlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen. "Biokunststoffe und Erneuerbare Energien folgen dem gleichen Leitbild", so Käb. In Anwendungen wie kompostierbaren Tragetaschen, biologisch abbaubaren Mulchfolien, Verpackungschips oder Bioabfalltüten sind Biomaterialien bereits sehr erfolgreich. In mehreren europäischen Ländern werden Biokunststoffe zunehmend auch als Verpackungen für Lebensmittel wie Obst- und Gemüse und für Hygieneprodukte eingesetzt. Die Interessengemeinschaft Biologisch Abbaubare Werkstoffe e.V. ist ein internationaler Branchenverband zur Förderung der Innovation Biokunststoffe bzw. Biologisch Abbaubare Werkstoffe (BAW). Der Verband wird von derzeit 32 Unternehmen der Chemie und Kunststoffindustrie sowie wissenschaftlichen Instituten getragen. |
Interessengemeinschaft Biologisch Abbaubare Werkstoffe e.V., Berlin
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