| 16.01.2013, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Der ungarische Automobilzulieferer ContiTech Fluid Automotive, Tochter der deutschen Continental, schließt heuer ein Investitionsprogramm im Wert von 5 Mio. EUR ab. Davon wurden Medienberichten zufolge bislang etwa 3 Mio. EUR für die Entwicklung des Unternehmensstandorts in Vác etwa 30 km nördlich von Budapest aufgewendet, wohin der deutsche Mutterkonzern vor drei Jahren die Fertigung von Tankleitungen verlagert hat. Nach den Worten von Mihály Nagy, CEO von ContiTech in Ungarn, musste in diesem Zusammenhang eine Lagerhalle mit einer Fläche von 1.100 m² errichtet werden, die Erweiterung der Montagehalle auf 3.300 m² wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2013 abgeschlossen sein. Letzteres sei notwendig geworden, nachdem Continental entschieden hatte, die Montage von Tankleitungen für den gesamten Konzern in Vác zu konzentrieren. Damit steigt die Zahl der aktuell 611 Mitarbeiter um weitere 60 Personen. Parallel dazu hat Continental kürzlich beschlossen, die Kunststoff-Rohre für die anderen Konzernbereiche ebenfalls in Vác zu entwickeln und zu produzieren. Die dafür notwendigen Produktionslinien und Laboreinrichtungen, deren Gesamtwert sich auf etwa 2 Mio. EUR beläuft, werden voraussichtlich in drei Monaten nach Vác geliefert. Bereits im vergangenen Jahr wurde eine neue Umformanlage für rostfreie Stahlrohre im Wert von 370.000 EUR in Betrieb genommen, nachdem neuerdings auch Metall-Tankleitungen in Vác gefertigt werden, darunter für den Rolls Royce Phantom sowie andere Marken der BMW-Gruppe. Die ContiTech Fluid Automotive hat ihren Sitz in der südostungarischen Stadt Makó und beschäftigt dort etwa 1.500 Mitarbeiter. Im 1996 gegründeten Werk wurde im vergangenen Jahr ein neues Gebäude für die Produktentwicklung fertiggestellt, wo die Rohrleitungen für die Heiz- und Kühlsysteme des Continental-Konzerns sowie die Werkzeuge für deren Fertigung entworfen werden. Die Fertigungsflächen in Makó belaufen sich derzeit auf über 26.000 m², die bei Bedarf auf einem benachbarten, im vergangenen Jahr von der Kommunalverwaltung erworbenen 18.000 m² großen Grundstück vergrößert werden könnten. Ebenfalls 2012 wurden die Produktionskapazitäten mit Kosten von 600.000 EUR erweitert sowie die Serienfertigung von Kunststoffprodukten aufgenommen. Diese sind nach Angaben von ContiTech wiederverwertbar und leichter als Gummiprodukte. Derzeit werden allein an den deutschen Automobilproduzenten Daimler 50 verschiedene Kunststoffprodukte exportiert, allerdings gehört das ungarische Mercedes-Werk in Kecskemét noch nicht zum Kundenkreis des Makóer Unternehmens. Mit der Ausweitung der Produktpalette durch Kunststoffe wurde ein neuer Markt erschlossen, sagte Mihály Nagy und fügte hinzu, die größten Abnehmer der herkömmlichen Gummiprodukte seien Volkswagen und BMW sowie Daimler, Porsche und Ford. ContiTech Fluid Automotive produziert innere Wärmetauscher (IWT) für Kfz-Klimaanlagen sowie Schläuche und Leitungen für die Automobilbranche und andere Industriezweige. Das Unternehmen gehört zur ContiTech Magyarország, die insgesamt etwa 2.800 Mitarbeiter im Land beschäftigt und neben Makó und Vác zwei weitere Produktionsstandorte in Szeged und Nyíregyháza betreibt. An letzterem Standort wurde im vergangenen Dezember ein Produktionswerk für Kautschukmischungen eröffnet, das u.a. die Schlauchproduktion in Makó und im rumänischen Carei sowie andere Abnehmer in der Region mit Grundstoffen versorgt. Weitere Informationen: www.continental.com Quelle: nov-ost.info |
Chemie- und Kunststoffbranche, Ungarn
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