| 09.02.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
Das Thema „Werkstoff- und Bauteilprüfung zum Crashverhalten“ ist ein besonderes Highlight des diesjährigen IKV-Kolloquiums.Optimierte Crashsimulation durch optische Dehnungsmesssysteme Mit Hilfe der optischen Dehnungsmesstechnik kann die lokale und sich zeitlich verändernde Dehnungsverteilung in Probekörpern oder Bauteilen unter Belastung ermittelt werden. Dies erlaubt Aussagen über besonders belastete Bauteilbereiche, ermöglicht die genaue Bewertung von Probekörpern und stellt zudem eine prüftechnische Grundlage für Optimierungen der Bauteilgeometrie dar. Die grafische Aufbereitung der lokalen Dehnungsverteilung bietet dabei die Möglichkeit, Ergebnisse von Simulationen zur Strukturanalyse direkt mit Messdaten zu vergleichen. Für den Einsatz eines optischen Messsystems ist zunächst eine geeignete Probenpräparation erforderlich. Hierzu wird ein so genanntes Speckle-Muster auf die Probe aufgetragen. Punkte dieses Musters werden durch die Auswertesoftware des Messsystems identifiziert und über dem gesamten Belastungsverlauf verfolgt. Dabei werden sowohl die Bewegung eines Punktes in diesem Muster als auch die Verformung seiner Umgebung berücksichtigt. Aus den aufgenommenen Verformungen ermittelt die Auswertesoftware dann ein Dehnungsfeld. Hierdurch lassen sich die bei duktilen Werkstoffen auftretenden hohen lokalen Dehnungen bestimmen. Die Messung dieser Daten ist insbesondere für die Weiterentwicklung auf dem Gebiet der Crashsimulation von hoher Bedeutung. Die Materialmodelle für die Crashsimulation benötigen als Eingangsdaten eine präzise Beschreibung des Werkstoffverhaltens und zwar über den Bereich der plastischen Verformung bis hin zum Versagen. Mittels einer bisher üblichen integral messenden Dehnungsmesstechnik, lässt sich dieser Bereich nicht hinreichend genau charakterisieren. Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) ermittelt daher mithilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera die Dehnung eines Bauteils bei hochdynamischen Beanspruchungen. Das optische Meßsystem weist eine genügend hohe Auflösung auf, um herkömmliche berührende Dehnungsaufnehmer zu substituiern und zwar nachweisbar ohne einen Verlust an Genauigkeit. Mit den gewonnenen Messdaten können sowohl Simulationsrechungen als auch die ihnen zugrunde liegenden Materialmodelle validiert werden. Weitere Informationen: www.ikv-kolloquium.de, www.ikv-aachen.de 25. Int. Kunststofftechnisches Kolloquium, 3.-4. März 2010, Aachen |
Institut für Kunststoffverarbeitung, Aachen
» insgesamt 316 News über "IKV" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Vynova Wilhelmshaven: Westlake Vinnolit plant Übernahme
HydroDyn: Fortführung des Geschäftsbetriebes nach Sanierung unter neuer Eigentümerstruktur
Elmet: LSR-Spezialist erzielt 2025 Rekordumsatz – CEO Harald Wallner scheidet aus
Norma Group: Großauftrag für Leitungssysteme in Premiumfahrzeugen
Meist gelesen, 10 Tage
BASF: Preiserhöhung für Additive in Kunststoffanwendungen
Norma Group: Großauftrag für Leitungssysteme in Premiumfahrzeugen
HydroDyn: Fortführung des Geschäftsbetriebes nach Sanierung unter neuer Eigentümerstruktur
Masterbatch Verband: Rohstoffengpässe erhöhen Risiken in der Kunststoff-Wertschöpfungskette
Vynova Wilhelmshaven: Westlake Vinnolit plant Übernahme
Coperion: Neues Online-Messgerät zur Feuchteüberwachung von Kunststoffgranulaten
Elmet: LSR-Spezialist erzielt 2025 Rekordumsatz – CEO Harald Wallner scheidet aus
Meist gelesen, 30 Tage
Plastic Manufacturing Group: Investor übernimmt Standorte Diepersdorf und Lüdenscheid
KraussMaffei Extrusion: Recyclinglösungen für mechanische und chemische Verfahren
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Continental: Spatenstich für neues Mischzentrum in Iowa
Baerlocher: PFAS-freie Verarbeitungshilfen und Additivblends fürs Recycling
Meist gelesen, 90 Tage
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Wittmann Battenfeld Deutschland: Staatspreis für Ausbildungsleistung
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Physikalischer Schaumspritzguss - Grundlagen für den industriellen Leichtbau
|