| 25.05.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Kunststoffe oder Polymere sind in unserem alltäglichen Leben allgegenwärtig. Sie werden derzeit aus Rohöl oder Gas hergestellt – in Hinblick auf die Begrenztheit fossiler Rohstoffe sollte auf lange Sicht jedoch eine alternative Methode zur Herstellung von Kunststoffen auf der Grundlage von erneuerbaren Ressourcen gefunden werden. Die Forschungsgruppe von Professor Dr. Stefan Mecking, Lehrstuhlinhaber für Chemische Materialwissenschaft an der Universität Konstanz, fand einen Weg, Kunststoffe aus pflanzlichem Öl zu gewinnen. Damit wurde erstmalig eine Methode entwickelt, die fetthaltige pflanzliche Säuren verlustfrei in einen Kunststoff überführt und dessen lineare Molekularstruktur aus langen Molekülketten bewahrt. Bisherige Methoden der Kunststoffgewinnung aus regenerativen Rohstoffen nutzten die fetthaltigen Säuren nur unvollständig und verschwendeten somit einen Teil des Ausgangsmaterials – oder aber sie ergaben weiche Kunststoffe mit verzweigter, baumartiger Molekularstruktur. Die neue Methode, die von Dorothee Quinzler im Rahmen ihrer Dissertation gefunden wurde, ermöglicht hingegen eine vollständige, verlustfreie Nutzbarmachung des pflanzlichen Ausgangsstoffes und seiner spezifischen Molekularstruktur, die in den entstehenden Kunststoff übergeführt wird. Die so gewonnenen Kunststoffe verfügen anders als in herkömmlichen Methoden über eine nicht-verzweigte und regelmäßige, lineare Molekularstruktur aus langen Molekülketten: „Nicht unähnlich einer Aufschichtung von ungekochten Spaghetti“, erläutert Stefan Mecking. Diese regelmäßige Anordnung der Moleküle stattet die Kunststoffe mit günstigen Eigenschaften aus: Der Kristallinitätsgrad und das Schmelzverhalten dieser Stoffe sind vergleichbar zu den bekannten Polyethylenen, wie Quinzler und Mecking in der Fachzeitschrift „Angewandte Chemie“ (online erschienen am 7. Mai 2010) berichten. Kontakt: Professor Dr. Stefan Mecking Universität Konstanz Lehrstuhl für Chemische Materialwissenschaft Universitätsstraße 10 78457 Konstanz Tel. 07531 / 88-2593 und 88-5151 stefan.mecking@uni-konstanz.de Weitere Informationen: www.chemie.uni-konstanz.de/agmeck |
Universität Konstanz - Lehrstuhl für Chemische Materialwissenschaft, Konstanz
» insgesamt 3 News über "Uni Konstanz" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Mol Gruppe: Hauptversammlung beschließt Dividende von rund 600 Mio. Euro
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Meist gelesen, 10 Tage
Trinseo: Deutliche Preiserhöhungen für Polystyrol, ABS und SAN
Feddersen Group: Gebündelte Recyclingkompetenz
Mutares: Übernahme von zwei Magna-Automobilzuliefergeschäften zur Erweiterung von Amaneos und HiLo
EMS-Gruppe: Währungsbedingter Umsatzrückgang im ersten Quartal
Uhde Inventa-Fischer: Neue PET-Anlage für türkischen Verpackungshersteller Köksan
Meist gelesen, 30 Tage
Domo: Leunaer Werk durch Übernahme gesichert - Künftige Firmierung unter Leuna-Polyamid GmbH
ASS Maschinenbau: Dr. Andreas Külschbach neuer Geschäftsführer
Evosys: Vertriebspartnerschaft mit Schaeffler für Medizintechniklösungen im Osten der USA
BASF: Neuen Verbundstandort in Zhanjiang offiziell in Betrieb genommen
FACC: Rekordumsatz und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2025
Röhm: Chemisches Recycling in MMA-Anlage in Worms integriert
Meist gelesen, 90 Tage
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Dom Polymer-Technik: Insolvenzverfahren eröffnet
Ceresana: Slight market recovery for plastic pipes in Europe expected from 2026
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|