| 08.12.2010, 05:40 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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40 Prozent der Unternehmen geben angesichts des starken Wirtschaftsaufschwungs, der Deutschland erfasst hat, an, dass sie derzeit Probleme sehen, eine ausreichende Zahl von Fachkräfte zu gewinnen. Das ist das Ergebnis einer Sonderumfrage des ifo Instituts, die in Kooperation mit Prof. Ingo Weller (LMU) durchgeführt und am 6.Dezember vorgestellt wurde. In den Dienstleistungsbereichen (ohne Handel) sind es sogar mehr als 47 Prozent. Eine Auswertung der Umfrage nach Unternehmensgröße zeigt, das mittelgroße und große Unternehmen etwa gleich stark von dem Problem betroffen sind. Nur kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern sehen dagegen weniger große Probleme, geeignetes Personal zu finden. Für das Jahr 2015 rechnen zwei Drittel der befragten Unternehmen mit einer "mittleren" oder "starken" Verknappung von Fachkräften. Für 2020 liegt der Anteil sogar bei 71 Prozent. Kleine und mittelgroße Unternehmen sehen den Engpass vor allem bei Mitarbeitern mit einem qualifizierten Berufsabschluss (59% bzw. 66%) und befürchten für die Zukunft eine deutliche Verschärfung dieser Situation (64% bzw. 67% für 2015). Firmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern klagen hingegen vorwiegend über einen Mangel an Akademikern (60%). 36 Prozent der großen Unternehmen gaben an, dass sie derzeit Probleme haben, Fachkräfte mit einem beruflichen Abschluss zu finden. Für die Zukunft rechnen die großen Unternehmen allerdings mit einer zunehmenden Knappheit in diesem Bereich. So erwarten die Großunternehmen für das Jahr 2020 zu 64 Prozent einen Mangel an Fachkräften in den Ausbildungsberufen. Um der Knappheit an Fachkräften zu begegnen, setzen die Unternehmen vor allem auf gezielte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen (71%). Fast die Hälfte der befragten Unternehmen versucht zudem, die eigenen Facharbeiter durch besondere Maßnahmen an den Betrieb zu binden. Immerhin 15 Prozent der Unternehmen reagieren mit strategischen Maßnahmen, wie Outsourcing, Zukäufen oder Kooperationen. Aber auch die Verlagerung der Produktion wurde wiederholt als Folge des Fachkräftemangels genannt. Weitere Informationen: www.ifo.de |
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München
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